Heimatverein Steinhagen e.V.

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Heimatverein Steinhagen e. V.
Petra Holländer
Udo Waschkowitz
Reichenberger Straße 23
33803 Steinhagen

Tel: 05204 4236
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Gemeindechronik Steinhagen 1983

1982 | zurück | 1984

Januar 1983

  • Mit dem alten Jahr ging auch das erste Jahrzehnt der kommunalen Neuordnung unserer Heimat zu Ende. Erinnern Sie sich: Am 1. Januar 1973 wurden die Gemeinden Amshausen, Brockhagen und Steinhagen zur neuen Großgemeinde Steinhagen zusammengelegt. Seither ist zwar die Verwaltung zentralisiert, von den mit der gesamten kommunalen Neuordnung verbundenen Blütenträumen sind aber nur wenige gereift. Sollte aber eine vom Bund der Steuerzahler herausgegebene Untersuchung lobend beachtet werden, nach der Steinhagen mit 49 Mitarbeitern je 10.000 Einwohnern zu den sparsamsten Kommunen gerechnet werden kann, (Die Spanne geht in Ostwestfalen von Schloss Holte-Stukenbrock 35 bis zu den Großstädten Bielefeld und Herford 146 Personalstärke je 10.000 Einwohner).
  • Die im Kataster ausgewiesene Rathausstraße wartet immer noch auf den Beginn des Rathausneubaus zwischen Markt, Busbahnhof, Grundschule und Feuerwehrhaus.
  • Im Januar erhielt der Löschzug Amshausen ein neues Löschgruppenfahrzeug LF 8 für den 24 Jahre alten ausgedienten Vorgänger. Von den Gesamtkosten 109.000 DM trägt die Gemeinde 60 % , 40 % stammen aus Mitteln des Feuerschutzes. Möge den „Amshausener Blauröcken“ die gefahrvolle Arbeit zum Schutze des Nächsten mit dem neuen Gerät stets gelingen.
  • Die Steinhagener Pädagogin Renate Halle wurde zur Leiterin der Grundschule Loxten ernannt.
  • Die Kreiswohnstättengenossenschaft (KWG) stellte ihre Planungen für drei Reihenhauszeilen auf dem Gelände zwischen Brucknerstraße und Bielefelder Straße vor. Hier können die Bauherren bis zu 30 % Eigenleistung bei den je nach Typ zwischen 300.000 und 360.000 DM teuren Häusern einbringen.
  • Für ein aus dem Kreise Gütersloh fortgezogenes Kreistagsmitglied rückte Fritz Niederastroth in die SPD-Fraktion des Kreistages nach. Steinhagen wird repräsentiert durch die stellvertretende Landrätin Frau Ursula Bolte, Bürgermeister Heinrich Consbruch und Lothar Vieregge; alle sind Mitglieder des Heimatvereins.

Februar 1983

  • Mit Beginn des neuen Schulhalbjahres am 1. Februar 1983 sah sich die Gemeinde gezwungen, den Schülerspezialverkehr auf das gesetzlich vorgeschriebene Maß zurückzunehmen. Eine Reihe von Schülern (z.B. aus Obersteinhagen oder Amshausen) muss nun den Schulweg per Rad oder zu Fuß zurücklegen. Um das Schulwegenetz sicherer zu machen, hat die Gemeinde in den letzten Jahren viele Radwege angelegt. Leider hat der Radweg an der Queller Straße noch seine Tücken, da ein Anlieger den Radweg nicht für notwendig hält, fehlen 200 Meter. Ein Enteignungsverfahren scheint der einzige, aber langwierige Weg zur Fertigstellung des Radweges zu sein. Nächstens soll auch die Brockhagener Straße einen Radweg erhalten; man spricht sogar auch über einen Radweg an der Isselhorster Straße.
  • 600 DM stellen die Gemeindevertreter für eine Schönheitskur am Ehrenmal vor der evangelischen Kirche Steinhagen bereit.
  • Als schmerzliches Ereignis empfanden zahlreiche Bürger das Fällen der 50 Jahre alten Ahornbäume im Rahmen des Ausbaus der Sandforther Straße.
  • Der Altbürgermeister August Reckmeyer stiftete Linden, mit denen im Frühjahr die Sandforther Straße einseitig bepflanzt wurde. Starkstromkabel und dicke Postkabel auf der anderen Straßenseite verhinderte das Setzen einer zweiten Reihe Linden. Aber auch so dürften die Imker sich freuen für ihre Immen.
  • Übrigens liegt dem Straßenbenennungsausschuss der Gemeinde bisher ein Antrag auf Umbenennung der Sandforther Straße in „August-Reckmeyer-Allee“ nicht vor. Nach den vor 10 Jahren festgelegten Grundsätzen sollen lebende Persönlichkeiten und Politiker nach Möglichkeit nicht auf Steinhagener Straßenschildern erscheinen.
  • Zu Beginn des neuen Jahres konnte die Volksbank Steinhagen ihr 3.000. Mitglied begrüßen. Eine stolze Entwicklung für das 1889 von 74 Bürgern gegründete örtliche Bankinstitut. Dem Gesetz entsprechend müssen die Mitglieder nunmehr als „Bankparlament“ eine Vertreterversammlung wählen.
  • Im Steinhagener Hallenbad ist „oben ohne“ erlaubt. Der Badehaubenzwang für die Wasserratten wurde aufgehoben.
  • Als einziger Verband im Altkreis Halle wagte die SPD Steinhagen mit einem Informationsabend der Machtergreifung Hitlers vor 50 Jahren am 30. Januar 1933 zu gedenken. Dr. Reinhard Vogelsang, Leiter des Bielefelder Stadtarchivs und Steinhagenr Bürger berichtete einleitend über die Ursachen der Machtergreifung mit bedenkenswerten historischen Einzelheiten aus unserer Heimat. Nach einem Dokumentarfilm über Ereignisse des „Tausendjährigen Reiches“ entwickelte sich unter den über 70 interessierten Zuhörern im Feuerwehrhaus Steinhagen eine rege Diskussion über zum Teil grausame Erlebnisse hier am Orte aus jener dunklen Zeit.
  • Nach 30 Jahren legte Erwin Leykauf den Vorsitz der Flugsportvereinigung Ravensberg in jüngere Hände: Rolf Neuhaus, bisher 2. Vorsitzender ist nun der erste Mann der Segelflieger. Im Flugjahr 1982 wurden auf den vier vereinseigenen Maschinen sowie auf Privatflugzeugen 1.153 Starts geflogen; 12 Dreiecksflüge mit einer Gesamtstrecke von 3.475 km konnten erfolgreich beendet werden. Mark Fröschke ist mit 14 Jahren der jüngste Flugschüler des Vereins. Gerd Schiller machte noch im Alter von 61 Jahren seinen Luftfahrerschein.
  • Anfang Februar legten in einer Bürgerversammlung die Vertreter des Straßenneubauamtes Detmold die inzwischen eingeholten Stellungnahmen der Nachbargemeinden und Träger öffentlicher Belange zu Alternativplanungen der A 33 vor. Die überwiegende Meinung der Experten spricht gegen eine Verlegung der jetzt festgestellten Trasse der A 33. So wird es nach dem Stand der Erkenntnisse bei der Linienführung entlang der Eisenbahn bleiben. Im Herbst 1983 sind die Umgehung Hövelhof und die Auffahrt von der A 30 auf die B 68 bei Osnabrück fertiggestellt.
  • Zum 4. Male brannte im Februar 1983 die Brennerei Niederstadt. Einem Großbrand fiel das Dachgeschoss des Verwaltungsgebäudes zum Opfer. Wie schon bei den Bränden seit Oktober 1982 und einem weiteren Brand im März 1983 vermutet die Kriminalpolizei Brandstiftung.
  • Im gesegneten Alter von 101 Jahren ging die älteste Bürgerin Steinhagens Frieda Nottrott zur ewigen Ruhe.
  • Wellen schlug im Februar eine Sendung in der Reihe Lokaltermin des Westdeutschen Fernsehens: Elges im Wald – Arbeitsplätze statt Umweltschutz. Nachdem das Oberverwaltungsgericht Münster den ersten Bebauungsplan „Dianastraße“ auf der Grenze zwischen Quelle und Steinhagen an der B 68 unter Benutzung des Wortes „Gefälligkeitsplanung“ für rechtswidrig erklärt hatte, kommentierte das Fernsehen Einzelheiten der Aufstellung eines neuen Bebauungsplanes. Bei der Übernahme eines Teilstückes der öffentlichen Straße hatte die Firma Elges entgegen dem Beschluss des Rates der Stadt Bielefeld einen auch von Steinhagener Bürgern viel genutzten Fußweg zur Bushaltestelle und Wanderweg entgegen dem Beschluss des Rates der Stadt Bielefeld für die Allgemeinheit geschlossen. Der Umweg über den äußerst schlecht ausgebauten Oberen Steinweg führte zu unzumutbaren Umwegen. Inzwischen wird von den Erweiterungsplänen der Firma Elges nicht so viel gesprochen, vielmehr bangen im Herbst 1983 die Mitarbeiter um ihre Arbeitsplätze.
  • Wandern ist „in“: Der FDP Bundestagskandidat Dr. Gehring wanderte im Februar von Steinhagen zur Ravensburg; vom Heimatvereinsvorsitzenden ließ er sich auf dem neu gestalteten Kirchplatz Steinhagener Probleme erläutern. Der Bundespräsident wanderte im Herbst in Gegenrichtung von der Ravensburg nach Bielefeld.

März 1983

  • Die Bundestagswahl vom 6. März 1983 brachte in Steinhagen einen Erdrutsch: Mit einem Mehr an Stimmen von 9,57 % erreichte die CDU mehr als 47 % aller Stimmen, während die SPD auf knappe 38 % zurückfiel. Die FDP konnte gute 8 % verbuchen. Mit stolzen 6 % hatten die Grünen ihre Stimmen gegenüber der letzten Bundestagswahl mehr als vervierfacht, gegenüber der Landtagswahl immerhin fast verdoppelt. Im Wahlkreis konnte Dr. Hennig den CDU-Vorsprung ausbauen. Die SPD Kandidatin Frau Fuchs rückte über die Landesliste in den Bundestag ein.
  • Monate lang arbeitete der Kampfmittelräumtrupp im Waldbad und förderte zentnerweise Schrott, Munition und Granaten, ja sogar eine Panzerfaust und Minen ans Tageslicht.
  • Im März herrschte Jubiläumsstimmung auf dem Wochenmarkt: Seit dem 11. Mai 1978 konnten die Bürger zum 250. Male bei den Markthändlern einkaufen. Von Amshausen her bietet eine private Buslinie am Donnerstagnachmittag Gelegenheit zum Einkauf auf dem Markt und zum Besuch des Waldfriedhofes.
  • Die unabhängige Wählergemeinschaft Steinhagen wählte auf ihrer Jahreshauptversammlung mit Rudolf Wolf ihren Gründer zum neuen ersten Vorsitzenden.
  • Der Steinhagener Biologe Heinz Lienenbecker trat mit seiner Haller Hauptschulklasse durch eine informative Ausstellung an die Öffentlichkeit: Wussten Sie, dass große Teile des Teutoburger Waldes dem Kalkabbau geopfert werden sollen. Seltene Tiere und Pflanzen würden ihren Lebensraum verlieren.
  • Buchstäblich in letzter Minute konnte die Steinhagener Feuerwehr einen vierzehnjährigen jungen Türken aus der Lehmkuhle retten; der Junge war durch die dünne Eisdecke eingebrochen und konnte in dem eiskalten Wasser das rettende Ufer nicht mehr mit eigenen Kräften erreichen.
  • Oberamtmann i.R. Friedrich Schröder verstarb im Alter von 75 Jahren. 17 Jahre war er besonnener und toleranter Leiter der Verwaltung in Steinhagen. Auch nach seiner Pensionierung im Jahre 1971 setzte er sich für das Wohl seiner Mitbürger ein, indem er bis in die letzten Tage aktiv im Heimatverein tätig war. Besonders lagen ihm die vom Heimatverein geschaffenen Wanderwege am Herzen. Auf der Jahresversammlung des Heimatvereines wurde August Tremper – seit 12 Jahren stellvertretender Vorsitzender – zum Ehrenvorsitzenden ernannt. Den neuen Vorstand mit dem alten Vorsitzenden finden Sie auf der dritten Umschlagseite [der 1982er Chronik des Heimatvbereins].
  • Dr. Axel Mai wurde erneut an die Spitze des Steinhagener Reitervereins gewählt.
  • In einem viergeschossigen Wohn- und Geschäftszentrum baut die Bielefelder AGIB-Aktiengesellschaft für Grundbesitz und Industriebeteiligung – am Laukshof neben 22 Wohnungen und 1 Arztpraxis auch fünf Ladengeschäfte. Im Bauherrenmodell werden hier mehr als acht Millionen Mark investiert.
  • „Stich“-haltige Antworten erhofften sich die Kommunalpolitiker vom Besuch des Regierungspräsidenten. RP Walter Stich kam aber mit schlechten Nachrichten aus Detmold: Vom Land sei für ein neues Rathaus kein Geld zu erwarten. Aus überörtlichen Gesichtspunkten hätte der RP die A 33 lieber heute als morgen Für die städtebaulichen Bemühungen im Ortskern Steinhagen fand der RP lobende Worte.
  • Der mutmaßliche Gewaltverbrecher Panek, der in Steinhagen im Juli 1982 zwei Polizeibeamte niedergeschossen haben soll, kam nach seiner spektakulären Flucht aus der Untersuchungshaft nach Frankreich wieder zurück hinter deutsche Gitter. Im Jahre 1984 ist mit dem Prozess zu rechnen.
  • Über das dramatische Ende der Firma Mensching ist immer noch nicht der Vorhang gefallen: Die Versteigerung der Grundstücke erwies sich als ebenso schwierig wie die Veräußerung der Maschinen und der restlichen Produkte.
  • In ihrer neu eröffneten „Glotze“ bieten Klaus und Margret Freese an der Roten Erde 48 ihren Kunden Videocassetten jeglicher Art zum Verleih und zum Verkauf an.
  • Höhepunkte einer Passionsmusik in der evangelischen Kirche zu Steinhagen mit Chor und Bläsern der Kantorei war die Erstaufführung eines „Liedes vom Gottesknecht“ für Altstimme sowie Orgel und Cembalo. Der Steinhagener Kantor Rolf Windmann führte sein Werk selbst mit auf; Antje Tonsen (früher Steinhagener Bürgerin) gestaltete mit ihrem leuchtend metallisch klingenden Ton dramatisch die prophetischen Texte aus dem Alten Testament. Andreas Liebig hatte für den erkrankten Solisten kurzfristig den Cembalopart übernommen.
  • Zum letzten Mal fand die Frühjahrskirmes auf dem alten Marktplatz statt. Dieser wird vorerst ein großer Bauplatz, bis 1985 das neue Zentrum fertiggestellt sein soll.
  • Mit den I-Moden zog ein weiteres attraktives Fachgeschäft an den Markt in den Neubaukomplex zwischen Apotheke und Volksbank.
  • Die neuapostolische Gemeinde Steinhagen/Quelle vollendete ihren Kirchenneubau. In dem eigenwillig gestalteten Komplex ist neben der Kirche mit 700 Plätzen auch ein Seminargebäude für 300 Jugendliche auf verschiedenen Ebenen erstellt.
  • Zum 3. Male konnten Christen in der Osternacht bei Kerzenschein in der überfüllten Kirche mit liturgischen Gesängen das Osterfest feiern.
  • Nicht alle Bürger waren mit Beginn der Sommerzeit und dem „Verlust“ einer Stunde zufrieden. Die alte Sonnenuhr an der Steinhagener Kirche störte das nicht.
  • Dreimal vor vollem Haus ging das Plattdeutsche Theaterstück der Laienspielschaft des Heimatvereins in der Aula des Schulzentrums über die Bretters die die Welt bedeuten. Zum 10. Male wurde den plattdeutschen Theaterfreunden ein Leckerbissen serviert. Seit 1974 August Tremper diese Gruppe ins Leben gerufen hatte und auch das erste Stück „Buer Nautkamp“ geschrieben hatte, konnte sich das von weit heranströmende Publikum Jahr für Jahr an den heiteren Stücken ergötzen. Wer erinnert sich nicht begeistert an „Tante Frieda“ oder die schwerhörige Oma in „Wer hätt, de hätt“. Szenen aus „Dat Doktorbook“ wurden gar in schwarze Rillen gepresst, als die Heimatvereine des Kreisgebietes Gütersloh eine plattdeutsche Schallplatte herausbrachten.
  • Mit Tradition alleine ist gegen die zweimalige Erhöhung der Brandweinsteuer innerhalb kurzer Zeit nicht anzukommen. Das Unternehmen H.C. König musste infolge des Umsatzrückganges die Mitarbeiterzahlen erheblich abbauen. Rund 40 % des Umsatzes macht inzwischen der Sektbereich, der sich zufriedenstellend entwickelt.
  • Ein tragisches Ende nahm eine, familiäre Vatertagsfeier: Ein 51-jähriger Kraftfahrer wurde in seiner Wohnung nach heftigem Streit durch einen Stich mit einem Brotmesser getötet.

Juni 1983

  • Anfang Juni kam mit der ersten Steinhagener Kunst- und Musikwoche „Kunst zum Anfassen“ in das Steinhägerdorf. Jedermann konnte aktiv dabei sein. Kunstmaler Anton Leder präsentierte ein Bild des Dorfes, wie es sich dem Betrachter vor zwei Generationen dargeboten haben mag. Helmut Dellbrügge hatte alte Bilder und Zeichnungen, sogar aus seiner eigenen Schulzeit 1937 zur Grundlage zusammengetragen. Ein Druck dieses Kunstwerkes wird exklusiv vom Heimatverein auf dem Weihnachtsmarkt angeboten.
  • Am Kirchplatz 10 (vormals I-Moden) eröffnete Susanne Lechtermann die „Buchhandlung am Kirchplatz“. Sieben Jahre hat die junge Buchhändlerin in Schildesche bei der renommierten Buchhandlung Welscher gelernt und gearbeitet. Nicht nur mit der prompten Lieferung etwa nicht vorrätiger Bücher, sondern auch mit Veranstaltungen wie Dichterlesungen will sie zum kulturellen Leben der Gemeinde beitragen.
  • Mit einem gut 12 Zentner schweren Findling schmückte die Feuerwehr ihr Gerätehaus. Passend genau zur Farbe des Hauses zeigt das „Schmuckstück“ das Entstehungsjahr 1978.
  • Bundesdeutsche Fußball-Prominenz war der Gegner der Traditionsmannschaft der Spielvereinigung Steinhagen im Cronsbachstadion. In der Uwe-Seeler-Crew liefen Fußballer mit großen Namen ein, die Geschichte in ihren Bundesligavereinen und der Nationalmannschaft geschrieben haben.
  • Die Vereinsgemeinschaft Amshausen feierte ihr traditionelles Volksfest, das sich auch durch zunächst nicht so freundliches Wetter kaum beeinträchtigen ließ. „Oberkellner“ Willi Strakeljahn gewann die Wette, mit seinem blauen Bagger Bier zu servieren.
  • Keine Steinhagener Kirmes ohne Otto Gehner: Der Senior der Schausteller feierte seinen 80. Geburtstag – man sieht es ihm nicht an.
  • Wozu ein Parkdeck doch gut ist: Die Kreissparkasse veranstaltete dort eine Jugendfete mit heißen Rhythmen und Superlightshow – Fanta und Cola kühlten kostenlos.
  • Sorgen machen sich Natur- und Umweltschützer um die Hinterlassenschaften der Schweine- und Hühnerzucht auf Gut Friedrichsruh. Sie befürchten chemische, physikalische und biologische Nachteile für den Boden im Bereich des Reckbaches.
  • Eine große Baulücke auf dem neu gestalteten Marktplatz wird durch die Kreissparkasse Halle und die IMMO-Gesellschaft für Immobilienverwertung, Bauberatung und Bauabwicklung mbH, Steinhagen geschlossen. Ende 1984 will die Sparkasse aus der alten Geschäftsstelle in die neuen Räume des 11-Millionen-Baues mit Tiefgarage für 72 Autos umziehen.
  • Es grünt so grün in Steinhagen: 19 Kaiserlinden und eine Kastanie wurde auf der Zeile vom Brinkaus bis zu Sue's Hairshop gepflanzt. Die 15 Jahre alte Kastanie hatte bereits die beachtliche Höhe von sieben Meter und wog rund 10 Zentner.
  • 10 Jahre arbeitete nun das Steinhagener Werkarztzentrum, und zwar in erster Linie vorbeugend für derzeit 28 Betriebe des Trägervereins. Die Unfallstatistik in den Unternehmen ist rückläufig – nicht zuletzt ein Verdienst von Dr. Gisela Mees und den Mitarbeitern unter dem Geschäftsführer Fritz Vorhölter.
  • Vor 10 Jahren zog die Spedition Kühne und Nagel von Bielefeld nach Steinhagen. Bei einem „Tag der offenen Tür“ konnte man alles über die Gütervermittlung per Land, Luft und See, aber auch die Lagerung und Verpackung von Waren erfahren. Über Direktanschluss an die Datenbank Bremische Häfen können Informationen per Knopfdruck abberufen werden. Mit einem bundesweiten Paketdienst bietet das Unternehmen der Bundespost Konkurrenz.
  • Erschreckt scheuten die Anwohner auf ein Mischwaldstück am Upheider Weg in Amshausen, das über Nacht „ergraute“. Ein dichtes Gewebe in hellgrauer Farbe hatte Baumreihen, Zaunpfähle und teils auch den Boden völlig bedeckt. Ein „Erfolg“ der Schwarzpunkt- oder Gespinstraupe. Sie frisst nahezu ausschließlich die Blätter der Traubenkirsche, verpuppt sich in spindelförmige, undurchsichtige Kokons und verwandelt sich in bis zu 23 mm Flügelspannung aufweisende Motten.
  • Das überholte Waldbad lockte in diesem Sommer mit seiner idyllischen Lage zwischen Sandstrand und alten Bäumen Jung und Alt. Das Naturbad mit ungechlortem Wasser zieht von weither die Besucher an, zumal der Nulltarif gilt. An der Renovierung hatten sich die Schwimmsportler aktiv beteiligt.
  • Kurz vor Ende des Schuljahres konnte der Grundschule der neue Sportplatz zwischen dem Schulgebäude und dem zukünftigen Rathausgelände übergeben werden. Schulausschussvorsitzender Ulrich Lucke legte Schuldirektor Otto Morgenstern und der Konrektorin Christiane Busch eine intensive Nutzung ans Herz.
  • Pfarrer i.R. Ernst Struwe, von 1948 bis 1973 als Seelsorger in der evangelischen Kirchengemeinde Steinhagen tätig, wurde im Alter von 75 Jahren heim gerufen.
  • Selbst Gemeindedirektor Goldbeck hielt die Luft an, als vor seinen Augen ein Haus in die Luft ging: Der „Deppe-Grill“ musste dem Neubau der Kreissparkasse weichen und wurde mit einem 25 Tonnen schweren Spezialkran einfach auf die andere Seite der Straße „Am Pulverbach“ transportiert. Bis der neue Imbissbetrieb im Komplex der Kreissparkasse bezugsfertig ist, wird das Ehepaar Deppe seine Gäste auf dem neuen Platz betreuen.

August 1983

  • Aglaja Noske ließ sich am 1. August 1983 Am Markt 7 als Ärztin für Kinderheilkunde nieder.
  • Wilhelm Herkströter, Chef der 1875 gegründeten, alteingesessenen Schlachterei überraschte seine Kunden durch eine moderne Einrichtung in neu gestalteten Verkaufsräumen – 25 Jahre hatte die alte Einrichtung gedient.
  • Ein Großfeuer vernichtete die Kraftfahrzeugwerkstatt Bohnenkamp. Die Feuerwehr konnte ein Explosionsunglück verhindern, denn aus dem Flammenmeer hatten die Blauröcke gerade noch rechtzeitig eine Gas- und eine Sauerstoffflasche ins rettende Freie tragen können. Vier PKWs wurden mit der Werkstatt ein Opfer der Flammen – 100.000 DM Sachschaden.
  • Der Kastanienplatz in der neu gestalteten Fußgängerzone erhielt fünf große Sonnenschirme sowie 45 Stühle und 15 Tische, gespendet von Kreissparkasse und Volksbank, dem für Planung verantwortlichen Architekturbüro Schmidt-Schmersahl und dem Bauunternehmer Vollmer.
  • Mit dem traditionellen Dorfgemeinschaftsfest feierte der Ortsteil Brockhagen das Kreissängerfest und das 125-jährige Jubiläum des Männerchores Brockhagen.
  • 29 Jahre hat Friedel Hülsegge den Steinhagener Müll abgefahren. Jetzt will der „Müllionär“ Schafe züchten. Die Haller Städtereinigung West ist der neue „Saubermann“ im Steinhägerdorf.
  • Die Musik war immer ein Bestandteil seines Lebens. 50 Jahre leitete er Chöre: Der Ehrenchorleiter der Sängergemeinschaft Steinhagen Fritz Magedanz feierte seinen 80. Geburtstag.
  • Elektro-Sötebier eröffnete im Zentrum von Steinhagen am Neuen Markt ein Küchenstudio in eigenen Räumen zwischen der Apotheke Am Markt, Inge Breuer‘s Modengeschäft und der Volksbank. Insgesamt 35 qualifizierte Mitarbeiter stehen der Kundschaft jetzt in Steinhagen und Amshausen zur Verfügung.
  • Ein Superfest war Steinhagens Sommerkirmes: Rund um die Kirche, auf dem neuen Kastanienplatz und im Forum vor dem schmucken Brinkhaus drängten sich fast 20.000 Besucher – einen solchen Andrang soll es zuletzt in den 50er Jahren gegeben haben. Übrigens wird die Kirmes immer wenige Tage nach dem Namenstag des heiligen Laurentius gefeiert. Laurentius war mit Maria Patron der Kirche zu Steinhagen; sein Bild befindet sich auf dem, Außenflügel des aus dem 15. Jahrhundert stammenden Altars.
  • Schon nach drei Monaten Bauzeit konnten die Bauherren Klein und Retzlaff ihr Millionenprojekt Am Markt richten. In nur knapp fünfeinhalb Monaten nach dem Baubeginn konnte Reinhard Kowohl – Rückwanderer aus Quelle – Anfang November seinen Friseursalon im Hause Klein eröffnen. Mitte November verlegte Elektro-Retzlaff sein Fachgeschäft vom Kirchplatz in die eigenen Räume. Stolz ist der Handwerker zu Recht auf die pünktlichen Kollegen, die eine so kurze Bauzeit zusammen mit dem Architekten Klein ermöglichten. Mit 10 Mitarbeitern steht Wilfried Retzlaff seinen Kunden zur Verfügung.
  • Im September konnten die Kunden der Kreissparkasse unabhängig von den Geschäftszeiten aus dem Geldautomaten Bargeld holen; vom November an bietet auch die Volksbank diesen Service.

September 1983

  • Im schmucken Brinkhaus eröffnete zum 1. September 1983 Hans-Joachim Beckmann eine Zahnarztpraxis. Damit ist innerhalb von nur 11 Monaten vom neuen Eigentümer Zimmermeister Arno General dieses Ackerbürgerhaus zu einem Juwel hergerichtet . Ursprünglich mag hier ein Schlagbaum den Zugang zum Dorf kontrolliert haben, als 1715 der landtypische Vierständerbau von Johann Henrich Brinkmann errichtet wurde. Vom Einfahrtstor an der Südseite (der Fleischrei Cronsholl gegenüber bis zur hinteren Giebeltür in Richtung City/Markt und Herkströter) waren an der hohen durchgehenden Deele westlich ein zweigeschossiges Wohnseitenschiff und östlich ein Stallseitenschiff angegliedert. 1747 schon erweiterten die Eigentümer dieses Haus nach Norden durch eine Querdeele mit Einfahrtstor zum heutigen Marktplatz. Damit wurde mehr Raum für Wohnzwecke freigemacht. Später wurden die beiden Anbauten nach West gebaut, die wohl von vornherein als selbständige Wohnungen für Heuerlinge oder Pachtkötter gedacht waren. Als die LEG im Rahmen der Ortskernsanierung das Haus erwarb, war es arg heruntergekommen. In der Gemeinde herrschte Mitte der 70er Jahre eine Stimmung gegen die teure Erhaltung überflüssiger alter Bauten. Nur mühsam konnte eine Aktionsgemeinschaft zur Rettung von Brinkhaus und Alter Schmiede sich an eine Bewusstseinsänderung der Bevölkerung machen. Immerhin konnte die Aktionsgemeinschaft auch Wege für die Heranziehung öffentlicher Mittel ausfindig machen. Auch nachdem die Meinung sich durchgesetzt hatte, das Brinkhaus müsse erhalten werden, war noch nicht alles eitel Sonnenschein: Nein, jetzt kam die Auseinandersetzung auf, ob nicht angesichts des Einsatzes öffentlicher Mittel auch eine öffentliche Nutzung etwa als Gemeindebibliothek möglich und sinnvoll sei. Die Gemeindeväter schreckten schließlich doch vor den drohenden Folgekosten zurück und stimmten einer privaten Nutzung zu. Arno General hat unter der Aufsicht des Landeskonservators und einer Kostenbeteiligung der öffentlichen Hand von 40 % an den 2 Millionen mit fachlicher, ideeller Überzeugung und viel Liebe das Brinkhaus so hergerichtet, dass es die nächsten Generationen überdauern dürfte. Neben der Zahnarztpraxis ist die Puppenstube vom Kirchplatz hier eingezogen. Sechs kleine Wohnungen lassen ein gemütliches Wohnen mitten im Ortskern zu. Zweifellos kann Steinhagen auf dieses Schmuckstück stolz sein.

November 1983

  • Jetzt besteht auch im Steinhägerdorf ein Freundeskreis für Suchtkrankenhilfe. Hauptaufgabe des Vereins ist es, den Suchtkranken und ihren Angehörigen Hilfe und Selbsthilfe zukommen zu lassen, um sich aus dem Teufelskreis der Suchtabhängigkeit lösen zu können. Bisher traf sich der Freundeskreis im Johannes-Busch-Haus und nun auch in einem Raum der Grundschule Steinhagen.
  • Die Konzertreihe in der evangelischen Dorfkirche setzt sich fort. Kantor Rolf Windmann und Heidrun Franz-Vetter, Berlin, musizieren in der ersten Veranstaltung und haben im Programm Werke von Vivaldi, Dvorak und anderen.
  • Zurück nach Steinhagen gezogen hat es den Friseurmeister Reinhard Kowohl und seine Mannschaft. Am Markt eröffnete der Figaro Anfang November sein neues Geschäft mit dem Bewusstsein, einer Vielzahl von Kunden, die ihn aus Steinhagen in Quelle aufsuchten, wieder näher sein zu können.
  • Seit der kommunalen Neugliederung sind auch die Löschzüge Amshausen, Brockhagen und Steinhagen als Freiwillige Feuerwehr Steinhagen zusammengeschlossen. Die jährliche Gemeinschaftsfeier fand in Upmanns Hof statt, bei der Feuerwehr-Leistungsabzeichen in Bronze, Silber und Gold verliehen wurden, Beförderungen ausgesprochen und Feuerwehr-Ehrenzeichen, u.a. für 40-jährige aktive Dienstzeit verliehen wurden.
  • Der Weltmeister UdSSR zauberte vor 800 begeisterten Zuschauern in der Sporthalle. Auf einer Europa-Tournee spielte die National-Mannschaft der UdSSR gegen die 1. Handball- Mannschaft des TUS Brockhagen. In 60 Minuten fielen 61 Tore (Brockhagen: UdSSR 23 : 38). Die Begegnung wurde mit dem sympathischen Auftreten der Gäste zu einer Begegnung, wie sie sein sollte: eine Handball-Show und -Werbung, wie sie im heimischen Raum ihresgleichen sucht.
  • Ein neues Sandfeld möchte die Firma Foerth aus Halle an der Vennorter Straße in Brockhagen erschließen und ausbauen. 400.000 Kubikmeter Sand sollen aus einem 4,8 ha großen Gelände gebaggert werden. Das Unternehmen hat im Augenblick allerdings noch erhebliche Sandreserven in einem anderen Sandfeld. Der Beirat bei der unteren Landschaftsbehörde lehnte deshalb den Antrag zunächst ab.
  • Der Kämmerer der Gemeinde Steinhagen stellte dem Rat der Gemeinde den Entwurf des Haushaltsplanes 1984 und das Investitionsprogramm vor. Der Verwaltungshaushalt hat ein Volumen von 21,71 Mio. DM (1983: 22,04 Mio. DM), der Vermögenshaushalt von 4,51 Mio. DM (1983: 6,75 Mio. DM). Die Pro-Kopf-Verschuldung liegt bei 983,41 DM.
  • Eine vorläufige Denkmal-Liste wurde vom Rat der Gemeinde auf einstimmigen Vorschlag des Kultur-Ausschusses verabschiedet. Nach Auskunft des Landesamtes für Denkmalpflege in Münster soll schon Anfang Dezember eine Schnellinventarisation in der Gemeinde durch einen Fachmann durchgeführt werden. Es handelt sich bisher um 20 bekannte Objekte wie z.B.
    • ev. Pfarrkirche Brockhagen
    • Kantorhaus Brockhagen Wohnhaus Fröbelstr. 6
    • Wassermühle am Abrooksbach, Lönsstraße
    • Schloss Patthorst
    • Brinkhaus
    • ev. Kirche Steinhagen
    • Alte Schmiede
    • Fassade des Bürohauses der Firma Schlichte.
  • Der Löschzug Steinhagen bekommt am 12. November ein neues Löschfahrzeug, Typ LF 16, zum stolzen Preis von 220.000 DM. Damit verfügt der Löschzug Steinhagen über ein Kommando- Fahrzeug, zwei TLF 16, ein LF 8, ein LF 16. Kreisbrandmeister Rüsenberg „Die Gemeinde hat ihre Feuerwehr technisch gut ausgerüstet.“
  • Das Manöver „Springendes Ross“ der Bundeswehr erreicht am 15. November auch Steinhagen. An der Grundschule Steinhagen landet ein Großraum-Hubschrauber vom Typ Sikorski und brachte in die dort eingerichtete Sanitätsstelle zwei Dutzend Soldaten.
  • Für Steinhagens Einwohner gibt es ab sofort „Bargeld rund um die Uhr“. Die Volksbank Steinhagen hat in ihrer Hauptstelle in Steinhagen einen Geldautomaten zur Benutzung an ihre Kunden übergeben. Vorteil: gebührenfreie Abhebung bis zu 1.000 DM in 24 Stunden eines jeden Tages.
  • Am 15.11.1983 befasste sich der Hauptausschuss des Rates der Gemeinde in einer Sondersitzung mit dem weiteren Weg, den die Gemeinde jetzt festzulegen hat, nachdem vom Land Nordrhein-Westfalen ein Zuschuss in Höhe von 2,3 Mio. DM zum Neubau des Verwaltungshauses (Rathaus) bewilligt worden sind. Die Baumaßnahme war durch die Neugliederung der Gemeinde Steinhagen im Jahre 1973 notwendig geworden. Die Finanzierung des Neubaues ist im Griff. 8,5 Mio. DM wird das Projekt nach den Kostenberechnungen verbrauchen. Rund 2 Mio. DM stehen auf der Einnahmeseite in 1983 aus Rückflüssen aus Darlehen und aus der Entnahme aus der allgemeinen Rücklage zur Verfügung. Unter Hinzurechnung der 2.3 Mio. DM Landesmittel ist in 1983 eine Finanzmasse von 4.3 Mio. DM vorhanden, die die in 1984 anlaufenden Ausgaben deckt, ohne Kredite aufnehmen zu müssen. Erst in 1985 müssen 3 Mio DM und in 1986 1,2 Mio. DM an Finanzierungsmöglichkeiten ausgewiesen werden, deren Deckung dann durch Kredite finanziert werden soll. Der Hauptausschuss des Rates der Gemeinde war sich einig, für die Abwicklung des Bau-Objektes einen Sonderausschuss zu bilden.
  • Nach den schönen klaren Tagen kam am 15.11.1983 morgens um 6 Uhr plötzlich der Winter. Bereits eine Stunde später lief auf den Straßen fast nichts mehr. Zweieinhalb Stunden waren nötig, um von Steinhagen nach Bielefeld zu gelangen. Besonders an der Auffahrt zum „Peter“ kam es immer wieder zu Unfällen.
  • „Glory's Videothek“ nennt sich das neue Video-Fachgeschäft, das in Steinhagen erstmals seine Pforten öffnet. Ausser Filmen übernimmt die neue Videothek auch den Verkauf von Zubehör, Leerkassetten, Fachzeitschriften und Video-Geräten.
  • Auf vollen Touren laufen die Vorbereitungen für das Ökumenische Gemeindefest „65o Jahre Kirchengemeinde Steinhagen“. Vom Ausschuss für Öffentlichkeitsarbeit liegt ein Plakat vor. Das Emblem des Festes ist darauf zu erkennen, ein stilisiertes Kreuz.
  • Hildegard Bendig wird mit dem Ehrenzeichen des Deutschen Roten Kreuzes ausgezeichnet, der höchsten Auszeichnung des Verbandes. Seit fast 50 Jahren ist die 67-jährige Ostpreußin Mitglied im Deutschen Roten Kreuz.
  • Die Großbaustelle „Ortskern“ war Gegenstand einer Ortsbesichtigung des Tiefbauausschusses des Rates der Gemeinde. Speziell ging es um die Pflasterung und die Mauerbauwerke rund um das Brinkhaus. Mehr Grün auf dem Marktplatz war die Forderung der Ausschussmitglieder. Es fiel die Entscheidung für einen Marktbrunnen mit den Ausmaßen 7 x 7 Meter. 116.000 DM kostet das Kunstwerk.
  • Das als erhaltenswert eingestufte Baudenkmal „Brinkhaus“ ziert als Motiv den zweiten Wandteller, der im Rahmen des nunmehr seit 9 Jahren ausgerichteten Weihnachtsmarktes vom 25. bis 27.11.1983 zum Verkauf gelangt.
  • Landrat Fritz Ostmeyer als Schirmherr des Steinhagener Weihnachtsmarktes streicht heraus: „Der Steinhagener Weihnachtsmarkt hat ein eigenes Gesicht und eine eigene Atmosphäre.“ Schon einen Tag später meldet die Zeitung: „Schwere Herbststürme toben über dem Verbreitungsgebiet.“ Der Weihnachtsmarkt in Steinhagen endete vorzeitig in Sturm und Regen. Lediglich die Auslosung der 1056 Gewinne im Werte von fast 26.000 DM fand noch in der Eisdiele am Kirchplatz statt.
  • Das Hallenbad wird vom 26.11.1983 an für voraussichtlich drei Wochen geschlossen. Zur Energie-Einsparung wird eine Wärme-Rückgewinnungsanlage eingebaut.
  • In der Buchhandlung am Kirchplatz bietet Susanne Lechtermann auf jetzt fertiggestellter endgültig ausgenutzter Verkaufsfläche ein noch reichhaltigeres Sortiment an. Die Buchhandlung hat ein ständiges Angebot von 8.000 bis 10.000 Büchern am Lager.

Dezember 1983

  • Am Donnerstag, 1. Dezember, 20:55 Uhr, wird der Verein „Kulturwerk Steinhagen“ ins Leben gerufen. Der Verein hat den Rat der Gemeinde davon verständigt, dass er beabsichtige, die Arbeit und die Durchführung der gemeindlichen Theater- und Konzertveranstaltungen zu übernehmen.
  • Eine Einwohner-Versammlung am 14.12.1983 in der Aula des Schulzentrums Steinhagen. Eine Interessengemeinschaft hatte gefordert, der Neubau des Rathauses müsse kleiner und billiger werden. Die Gemeindeverwaltung legt dazu dar: Die Unterbringung in angemieteten Büroräumen ist ungenügend. Der Neubau ist gesamtwirtschaftlich sinnvoll. Ein Verzicht auf die Landeszuschüsse wäre endgültig. Die vor 20 Jahren planerisch begonnene Ortskernsanierung wäre ohne ein Verwaltungsgebäude nicht komplett.
  • Das Altpapier gehört nicht in den Mülleimer. Die ersten Papier-Container als zentrale Sammelstellen werden in Amshausen am Parkplatz auf dem Schuhkamp, in Steinhagen an der Waldbadstraße und am Dietrich-Bonhoefer-Haus und in Brockhagen auf dem Hofe der alten Schule an der Brockhagener Straße aufgestellt.
  • Die entscheidende Sitzung des Rates der Gemeinde am 21.12.1983: Einmütig stimmen alle Ratsmitglieder für den Bau des neuen Rathauses und für die Annahme der Landeszuwendung in Höhe von 2,3 Mio. DM.
  • Am 25. Dezember verstarb Hans Werner König, Seniorchef und Mitinhaber der Unternehmensgruppe H.C. König, im Alter von 74 Jahren. In 5 Jahrzehnten hat Hans Werner König als geschäftsführender Gesellschafter die Entwicklung des Unternehmensbereiches entscheidend mitgestaltet.

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