Heimatverein Steinhagen e.V.

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Heimatverein Steinhagen e. V.
Petra Holländer
Udo Waschkowitz
Reichenberger Straße 23
33803 Steinhagen

Tel: 05204 4236
mail@vorstand.info, epost@heimatverband.com, heimatverein.steinhagen@google.com, heimat-steinhagen@hotmail.com, heimat@gmx.de

Gemeindechronik Steinhagen 1986

1985 | zurück | 1987

November 1985 bis Oktober 1986

  • Ein fünf Tonnen schwerer Findling ziert seit dem 31.10. den Eingang zum neuen Rathaus. Das Gesteinsrelikt aus der letzten Eiszeit war im neuen Gewerbegebiet an der Liebigstraße ausgegraben worden.
  • „Hier kann sich jeder gut beraten fühlen.“ Jetzt hat auch die Gemeinde Steinhagen ihre eigene Geschäftsstelle der Allgemeinen Ortskrankenkasse Gütersloh. Mit einer kleinen Feierstunde wurde das neue Büro „Am Pulverbach 42“ eröffnet.
  • Weder zum Kirchgang noch zur Stundenansage lassen im Augenblick die Glocken der evangelischen Dorfkirche ihren Klang ertönen. Der Grund: Seit 1921 hängt das dreiteilige Stahlgeläut im Turm. Jetzt, nach 64 Jahren, haben die alten „Zahnkranzwälzlager“ ausgedient und werden durch neue Kugellager ersetzt;
  • In Brockhagen eröffnete die erste Apotheke, die „Claudius-Apotheke“ im Hause Sandforther Str. 12 ihr Geschäftslokal. Künftig brauchen Patienten nicht mehr in den Steinhagener Ortskern fahren oder sich Medikamente schicken lassen. Der neue Brockhagener Apotheker heißt Dirk Bakker.
  • Mit dem letzten Gebäudeabriss im Rahmen der gemeindlichen Ortskernsanierung wurde begonnen. Das Wohnhaus der Geschwister Gertrud, Werner und Hermann Gäse hinter der Brennstoffhandlung Am Kirchplatz fällt endgültig.
  • Die Gemeindeverwaltung hat den Entwurf für den Haushaltsplan 1986 im Rat eingebracht. Er hat ein Volumen von insgesamt 29.503 Mio DM gegenüber 35.660 Mio DM im Vorjahr. Davon entfallen auf den Verwaltungshaushalt 23.899 Mio DM und den Vermögenshaushalt 5.604 Mio DM. Die sogenannte freie Spitze umfasst lediglich 126.000 DM gegenüber 2.522 Mio DM in 1985.
  • Nach nunmehr 25-jähriger Tätigkeit gibt August Küth im Alter von 70 Jahren sein Amt als Vorsitzender der Kyffhäuser- Kameradschaft in Brockhagen ab.
  • Der „Steinhagener Wandteller 1985“ ist ab sofort zu haben. Der Gütersloher Heimatmaler Thomas Redeker hat für die Aktionsgemeinschaft Steinhagen in diesem Jahr den Ströher Hof Windmann als Motiv zur Verfügung gestellt.
  • Aus Anlass des Volkstrauertages am 17.11.1985 fanden wieder Gedenkfeiern in den drei Ortsteilen statt. Um den Ereignissen wie bei der Kranzniederlegung durch den rechtsradikalen „Förderkreis Junges Deutschland“ im Vorjahr zu begegnen, wurden die Vereine in Steinhagen aufgerufen, sich mitgliederstark an der offiziellen Veranstaltung zu beteiligen.
  • Landwirtschaft einmal anders: Ein siebenköpfiges Team hat sich an der Ströher Straße 5 zum Ziel gesetzt, Landbau nach biologisch-dynamischer Methode so zu betreiben, dass sich in wenigen Jahren der betriebseigene Kreislauf schließt und auf den Kauf von Düngungs- und Futtermitteln vollständig verzichtet werden kann.
  • Gartenhäcksler verschiedener Fabrikate standen am Samstag auf dem Steinhagener Marktplatz. Dem interessierten Gärtner soll die Möglichkeit gegeben werden, sich über Verarbeitung und Weiterverwertung von organischem Abfall zu informieren.
  • Auf der letzten Sitzung des Ausschusses für Jugend, Sport und Freizeit ist der Arbeiterwohlfahrt ein Zuschuss in Höhe von 21.700 DM gewährt worden. Mit diesem Geld soll eine auf zwei Jahre befristete Arbeitsbeschaffungsmaßnahme für arbeitslose Jugendliche im „Haus der Jugend“ gefördert werden.
  • Mit Worten wie „ein großes Herz für die Menschen“ beschrieben die Redner bei der Feier zum zehnjährigen Bestehen der Arbeiterwohlfahrt in Steinhagen wohl am treffendsten die Arbeit, die viele ehrenamtliche Helfer in einem Jahrzehnt geleistet haben. Auf 350 Mitglieder ist inzwischen der Ortsverein angewachsen.
  • 15.924 Einwohner leben in 6.492 Wohnungen. Dieses geht aus einer Veröffentlichung des Landesamtes für Datenverarbeitung und Statistik NW hervor. Erhebungsstand: 31.12.1984.
  • Das Rathaus in Steinhagen ist bezogen. Mit dem ersten Schnee kamen auch die Möbelwagen. Seit dem 21.11.1985 fuhren die Möbeltransporten die ständige Route zwischen zwischen der „Roten Erde 3“ und dem neuen Rathaus „Am Pulverbach“ hin und her. Das ehemalige Verwaltungsgebäude Rote Erde 3, angemietet von der Firma Landwirth, ist seit dem 20.11.1985 geschlossen. Ab dem 25.11.1985 haben der Gemeindedirektor, alle Amtsleiter, deren Mitarbeiter und selbst Bürgermeister Consbruch ihren Sitz im neuen Rathaus, zu erreichen unter der ebenfalls neuen Sammelrufnummer 102-0.
  • Mit nur einer Änderung verabschiedete der Werkausschuss des Rates der Gemeinde den Wirtschaftsplan der Elektrizitätsversorgung und des Wasserwerkes Steinhagen 1986. Eine Ausgabe war besonders sinnvoll: Das Verlegen einer zusätzlichen Trinkwasserversorgungsleitung von Steinhagen über den Ströhen nach Brockhagen.
  • Der Polizeiposten Steinhagen erhält eine neue Bleibe im Rathaus. Die drei Beamten sind in den Räumen 118 und 119 des Rathauses zu erreichen.
  • Ihr 50-jähriges Bestehen feierte die Hörmann KG. 300 Mio DM Umsatz, 1.700 Mitarbeiter, so lauten die nüchternen Zahlen des Familienunternehmens, das sich in den Jahren vom kleinen Handwerksbetrieb zum Marktführer in Sachen Bauelemente gemausert hat.
  • Eine elf Meter lange und drei Meter breite Holzbrücke ziert jetzt Steinhagens neu angelegten Dorfteich am Ende des Mühlbachtales unterhalb der Bahnhofstraße. Eine Düsseldorfer Firma lieferte die Hartholzkonstruktion.
  • Die Sportvereinigung Steinhagen trauert um Willi Hartmann, ihren Ehrenvorsitzenden, der im 72. Lebensjahr nach kurzem Krankenhausaufenthalt plötzlich verstarb.
  • Einen neuen Standort hat seit gestern der Wochenmarkt. Erstmals hatten die Händler, die sonst rund um den Kirchplatz beheimatet waren, ihre Stände auf dem neuen Marktplatz aufgebaut.
  • Der offiziellen Eröffnung des 11. Steinhagener Weihnachtsmarktes im Forum vor dem Brinkhaus wohnten wieder zahlreiche Besucher und Ehrengäste bei. Schirmherr ist Landrat Fritz Ostmeyer.
  • Neu eröffnet wurde die Zweigstelle der Kreissparkasse Halle in Steinhagen-Amshausen, Upheider Weg. Statt einer kostenträchtigen Einweihungsfeier stellt die Kreissparkasse 1986 einen zusätzlichen Auszubildenden ein.
  • Die Gemeinde Steinhagen wird um 1.549 m² größer. Das Amt für Agrarordnung hatte um die Änderung des Grenzverlaufes an der Grenze zwischen Harsewinkel-Marienfeld und Steinhagen gebeten. Der Änderungsbereich liegt südlich der Vennorter Straße und der Straße Landhagen.
  • Die „Villa Epping“, Brockhagener Straße 34 gibt es nicht mehr. Fast 20 Jahre lang war in dem geräumigen Bau das Steinhagener Postamt untergebracht. Der rote Klinkerbau wurde jetzt abgerissen.
  • Ganz im Zeichen des 110-jährigen Bestehens des Evangelischen Posaunenchores stand das Advents- und Weihnachtskonzert in der Dorfkirche. 27 Bläser hatten sich zum Jubiläumskonzert um Kantor Rolf Windmann geschart.
  • Die Gemeinde trägt dem „Ortsteildenken“ Rechnung. Neue Schilder lassen keinen Zweifel mehr daran, dass es neben Amshausen und Brockhagen auch noch die „gewachsenen“ Landstriche Ströhen, Patthorst, Vennort und Sandforth gibt.
  • Die „Steinhagener Kulturtage 1985“ tragen ihre Früchte: Rund 30 Hobbykünstler haben sich jetzt zusammengefunden und den „Kunstkreis Steinhagen“ gegründet. Als lose Vereinigung mit einem Jahr „Probelauf“ ist langfristig doch eine feste Form angestrebt. Wolfgang Milting, zusammen mit Elisabeth Willnecker sind als Sprecher gewählt.
  • Führungswechsel bei dem „Männerchor Amshausen“: Wilfried Brinkmann, seit 25 Jahren im Vorstand tätig, gab den Platz für den neuen ersten Vorsitzenden, Horst Eilers frei.
  • Der Bundespräsident übermittelte Glückwünsche. Die älteste Steinhagenerin, Marie Kranzmann, feierte Geburtstag. Am 15.01.1986 ist sie 101 Jahre alt geworden.
  • Bei einer morgendlichen Rangierfahrt auf der eingleisigen Strecke Halle-Steinhagen waren unmittelbar hinter dem Steinhagener Bahnhof zwei Güterwagen entgleist. Sie blockierten für nahezu sechs Stunden die Route in Richtung Halle.
  • Schon wieder ist Steinhagen um eine alte Steinhäger-Brennerei ärmer geworden. Unmittelbar neben dem Hotel „Upmann's Hof“ wurde die Brennerei Wittenborg, zuletzt in Besitz der Firma Underberg, abgerissen.
  • Das Ordnungsamt lobt die Bürger. Das beste Ergebnis seit Beginn der getrennten Wertstoffsammlung im Oktober 1985 wurde im Januar 1986 erzielt. Mit 40 m³ Papier, 30 m³ Glas und 12 m³ Altmetall liegt die gesammelte Menge deutlich über der von Dezember 1985.
  • Der Waldfriedhof soll bis zum Jahre 2000 in seiner Fläche auf insgesamt 100.000 m² erweitert werden. Die Ruhestätte umfasst zurzeit lediglich 36.000 m². Die Erweiterungspläne sind zugleich Bestandteile der Bauleitplanung, die jetzt fortgeschrieben wird.
  • Am Sonntag, 2.2.1986, erlebte bei der Neueröffnung im neuen Rathaus die Gemeindebibliothek einen erfolgreichen „Tag der offenen Tür“. Mit einem starken Andrang gaben die Steinhagener ihrem Wunsche Ausdruck, sich über Räumlichkeiten und Buchbestände zu informieren. Anlässlich des feierlichen Ereignisses gab es Kaffee und Kuchen in der Cafeteria.
  • Fast bis auf den letzten Platz waren die 150 Stühle auf der Deele des Hofes Düfelsiek in Brockhagen besetzt, als Elli Barteldrees jetzt aus ihrem ersten plattdeutschen Buch „In Großmudders Huse“ las.
  • Die DLRG Steinhagen wählte ihren neuen Vorstand. Albert Keienburg, der den Ortsverband am 31.07.1949 ins Leben rief, hatte sein Amt als erster Vorsitzender aus Altersgründen zur Verfügung gestellt. Einstimmig wählten die Rettungsschwimmer Dr. Reinhard Knabe zu Keienburgs Nachfolger.
  • Zum 50. Mal servierten die Steinhagener Hauptschülerinnen und Hauptschüler bedürftigen Senioren in der Gemeinde „Essen auf Rädern“. Zur Jubiläumstour gab es Grünkohl mit Kohlwurst, Kartoffeln und Obstsalat für jene 8 Senioren, die exakt seit dem 13.09.1984 jeweils Donnerstags direkt aus der Lehrküche der Hauptschule ihr Menü geliefert bekommen.
  • Mehrere Planungsbüros stellten dem Tiefbauausschuss ihre Konzeption zum Rückbau der Waldbadstraße und zur Verbesserung des Wohnumfeldes vor, Fahrradwege und Baumreihen auf beiden Seiten der Straße sollen den Verkehrsteilnehmer zu langsameren Fahren veranlassen.
  • Wenn es nach den Vorstellungen des Rates der Gemeinde geht, so werden zusätzlich zu den sieben bereits unter Denkmalschutz gestellten Gebäuden weitere 29 hinzukommen.
  • Eine glanzvolle Einweihungsfeier, auf der neben Kultusminister Hans Schwier zahlreiche Vertreter aus Sport und Politik erschienen waren, krönte die harte Arbeit der Mitglieder und Sportler der Sportvereinigung Steinhagen. In Eigeninitiative, durch engagierte Eigenleistung, hatten sie die Voraussetzung zu einer Zuschuss Leistung durch Land und Gemeinde und damit die Basis zur Errichtung einer vereinseigenen Sporthalle geschaffen.
  • Die Volkshochschule Ravensberg, die bisher im Schulzentrum ihre Veranstaltungen durchführte, darf neuerdings nach den offiziellen Dienststunden im Rathaus tätig sein. Die angekündigte Volkshochschul-Lichtbildschau „Kulturland Toscana“ wird schon am 07.04.1986 im Rathaus durchgeführt.
  • Der nordrhein-westfälische Minister für Umwelt, Raumordnung und Landwirtschaft stellt die vier Flurbereinigungsverfahren im Kreis Gütersloh u.a. in Brockhagen ein. Damit ist ein seit zehn Jahren währender Streit um die Verbesserung der landwirtschaftlichen Produktionsbedingungen beendet worden. Begründung: Dem Umweltschutz wird in einem solchen Verfahren nicht genügend Bedeutung beigemessen.
  • Die Kompostierungsanlage der hessischen Kleinstadt Witzenhausen war das Ziel von Vertretern des Rates und der Verwaltung. In der dort wissenschaftlich betreuten Versuchsanlage werden öffentlich eingesammelte organische Abfälle in Humus umgewandelt. Die unproblematische Anlage wird in Steinhagen diskutiert.
  • Mehr als 40 m ölverseuchter Boden und ein dicker Ölfilm auf einem Entwässerungsgraben sind die Folgen eines Leitungsdefektes, der sich auf der Legehennenfarm an der Kölkebecker Straße ereignete. Der Farmleiter schaltete darauf die Freiwillige Feuerwehr Brockhagen ein, die Ölsperren errichtete und das Öl aus dem Entwässerungsgraben mit Bindemitteln entfernte .
  • „Ein historischer Tag für die Gemeinde“ (21.03.1986): Rat und Verwaltung haben nun auch symbolisch das Hausrecht am neuen Rathaus. Während des Festaktes zur Eröffnung des 8,5 Mio DM teuren Gebäudes übergab der Architekt Dr. Daniel Brunzema den Schlüssel an Bürgermeister Consbruch. Dieser reichte ihn an Gemeindedirektor Werner Goldbeck weiter. Die Festrede vor 200 geladenen Gästen im Ratsitzungssaal hielt der nordrhein-westfälische Innenminister Dr. Herbert Schnoor. Treffende Worte kamen auch von Bürgermeister Jan Bos aus der niederländischen Partnerstadt Woerden: „Das Rathaus ist die Krönung eines gewagten Planes, dem Kern von Steinhagen ein vollkommen neues Ansehen zu gehen.“
  • 1.600 Besucher nehmen das Rathaus „unter die Lupe“. Am Samstag und Sonntag nach der offiziellen Einweihung hatten es sich die Bürger Steinhagens nicht nehmen lassen, den „Tag der offenen Tür“ zu nutzen, um das frisch eingeweihte Prachtstück der Gemeinde von innen und außen zu besehen und zu kritisieren. Angenehm überrascht zeigte sich der Steinhagener Kunstkreis an dem offensichtlich breiten Interesse der im Obergeschoss ausgestellten Werke. Von den 500 kostenlosen in Eigenarbeit angefertigten Katalogen blieb kein Exemplar übrig. Ebenso hatten die Steinhagener ausgiebig von dem Angebot Gebrauch gemacht, Kritik am Neubau des Rathauses zu üben. Alle hierzu ausgelegten 500 Fragebogen waren ebenfalls vergriffen.
  • Einen Spendenscheck überreichte die Kreissparkasse Halle dem Vorsitzenden des Ortsvereins der Arbeiterwohlfahrt. Mit dem Geld wird die Ausrüstung des Behindertenfahrzeuges der Arbeiterwohlfahrt ergänzt, das im nördlichen Teil des Kreisgebietes zum Einsatz kommt.
  • Die Weichen für eine zweite Städtepartnerschaft sind gestellt. Zwischen Steinhagen und Fivizzano geht der Zug in Richtung Partnerschaft. Das berichteten die Steinhagener Ratsmitglieder nach ihrem Aufenthalt in Fivizzano.
  • Die Interessen- und Werbegemeinschaft Steinhagen hatte im Rahmen eines attraktiven Gesamtprogramms zum ersten Osterfeuer eingeladen. Anlass war der neue Dorfteich an der Bahnhofstraße, in dem während des Programmablaufes 60 junge Karpfen ausgesetzt wurden.
  • Die „gute alte Zeit“ lebt wieder auf in Brockhagen, jedenfalls im Bild. Die Chronikgruppe des Heimatvereins hat mehr als 270 Fotos mit Motiven des alten Dorflebens zusammengetragen. Diese Zeitdokumente waren im Rahmen einer Ausstellung zu sehen.
  • Mit einem großen Jubiläumsakt feierte die Volkshochschule Ravensberg ihr 10-jähriges Bestehen. Dafür bot das neue Steinhagener Rathaus den angemessenen Rahmen für das Festtagsprogramm.
  • Mitglieder der Ev. Frauenhilfe haben Steinhagens niederländische Partnerschaftsstadt Woerden besucht. Gastgeber war die Ev. lutherische Kirchengemeinde Woerden, zwar die älteste in ganz Holland, zählt aber nur 123 Mitglieder.
  • Spätestens Dienstag, 01.07.1986 muss in Steinhagen mit dem Bau des „Heimathauses Ordelheide“, Alte Kirchstr. 4, begonnen werden. Wird dieser Termin nicht eingehalten, verwirkt die Gemeinde den vom Land bewilligten Zuschuss zu den Umbaukosten (989.000 DM) in Höhe von 745.000 DM.
  • Ein 40 Tonnen schwerer Pumpschacht ist an der Brockhagener Straße in die Erde eingelassen worden. Das Pumpwerk dient dazu, die Landbachsiedlung und die Anlieger in diesem Teil der Brockhagener Straße an das öffentliche Kanalnetz anzuschließen.
  • Einstimmig sprach sich der Umweltausschuss dafür aus, die Erweiterung der Wasserschutzzone im Wassergewinnungsgebiet Patthorst einzuleiten. Die Ausweitung der Wasserschutzzone soll die bisher allgemein als „hervorragend“ anerkannte Wasserqualität in Steinhagen auch für die Zukunft sichern.
  • Mehr als 3.000 Zuschauer waren gekommen, um das herausragende Reitsportereignis des Jahres in Steinhagen zu erleben: Bei den Steinhagener Reittagen auf dem Turnierplatz Am Hagenort waren neben der deutschen Elite auch die Österreichs und die der USA vertreten.
  • Für 25-jährige ununterbrochene Mitgliedschaft im Rat ehrte während der jüngsten Sitzung des Kommunalparlamentes Steinhagens Bürgermeister Consbruch den langjährigen Bürgermeister und UWG-Politiker Rudolf Wolf.
  • Sämtliche Aktivitäten hat vorerst das „Medienzentrum Steinhagen“ eingestellt. Der Grund: Der Verein, im August 1984 ins leben gerufen, ist finanziell am Ende. Er hatte bereits im Januar 15.000 DM Schulden.
  • Beeindruckt von den Folgen des Reaktorunfalls in Tschernobyl nimmt der überwiegende Teil der Verbraucher die vorsorglichen Empfehlungen der Landesregierung bei dem Verzehr von Freilandgemüse und Milch ernst. Starke Umsatzrückgänge verzeichnen daher Steinhagens Lebensmittelhändler bei Milch und Gemüse. Bis zu einem Drittel weniger als sonst wird an Milch verkauft.
  • Der Ausgang der Wette um die Kosten des Rathauses zwischen Bürgermeister Consbruch und dem Unternehmer Klaus Lütgemeyer wurde mit einer kleinen Gewerbeschau verbunden. Rund 50 Gewerbetreibende, Vereine und Organisationen schufen aus der Fläche zwischen Marktplatz und Kirchplatz ein Ausstellungsgelände. An dem Wetteinsatz, 1.000 Liter Bier und einem gebratenen Ochsen, konnten sich die Besucher ergötzen.
  • Nicht als „Detektiv“ tätig werden sondern die Kompetenzen der Gemeinde im Umweltschutz aufzeigen, will Steinhagens neuer Umweltingenieur, ein 29-jähriger Diplom-Biologe, der am 2.5.1986 seinen Dienst antrat.
  • Umstritten blieb vorerst, ob in Steinhagens künftiger Begegnungsstätte ständig Ausstellungen stattfinden sollen, Getränke ausgeschenkt werden oder auch Vereine tagen. Das zeigte sich jetzt während der ersten offiziellen Informationsveranstaltung für den Umbau des Hauses Alte Kirchstraße 4.
  • Mit einem Umsatzplus von 25 % rechnet die Firma Florex in 1986. Der Hersteller hochwertiger Frottierwäsche beschäftigt zurzeit 320 Mitarbeiter. Das vor Jahren noch krisengeschüttelte Unternehmen verzeichnet inzwischen wieder einen Jahresumsatz von 40 Mio. DM. Täglich verlassen 2.000 Bettengarnituren, 10.000 Handtücher und 800 Bademäntel das Werk.
  • Die Grundschulen Steinhagens brauchen um ihren Bestand nicht zu fürchten. Diese Feststellung stammt aus dem im Schulausschuss vorgestellten Schulentwicklungsplan.
  • „Der Rat der Gemeinde Steinhagen fordert die Stadtwerke Bielefeld auf, ein Energieversorgungskonzept unter Verzicht auf die Nutzung von Atomenergie zu erstellen“. In dieser von der Gemeinde beschlossenen Resolution werden die Stadtwerke Bielefeld außerdem angehalten, einen Stufenplan mit den Voraussetzungen für den Auszug aus der Atomenergie und eine Frist für die Umstellung der Energieversorgung zu erstellen.
  • Das erste Geschäft an der Brinkstraße streicht die Segel: Moden-Riewe sieht für sein „Kinderland“ und die „rr-Herren-moden“ keine Perspektiven mehr. Am 15.6.1986 räumte er die Geschäftsräume im Ortskern.
  • Nach dem Auftakt in Gütersloh mit einer literarischen Matinee findet die zweite von insgesamt 65 Veranstaltungen im Rahmen der literaturwoche in Ostwestfalen-Lippe in der neuen Steinhagener Gemeindebibliothek statt. Zu Gast war Edeltraud Kliema, die aus ihren Kinderbüchern las.
  • Rund 1.000 m² Fläche gilt es neu einzudecken, bis das Dach der Ev. Kirche Steinhagen in neuem Glanz erstrahlt. Die Handwerker wollen dafür Sorge tragen, dass die Arbeiten in einem Zeitraum von vier Wochen geschafft werden. Bis dahin muss das Kirchendach mit neuen Dachplatten, kupfernen Dachrinnen und rund 15.000 neuen Pfannen versehen werden.
  • Die Gemeindebibliothek ist um einen großen Brocken reicher geworden. Ein 36-bändiges Nachschlagewerk komplettiert das Angebot an wissenschaftlicher Literatur. Gestiftet hat die „Große Bertelsmann-Lexikothek“ ein Wahlsteinhagener mit Wohnsitz im Ortsteil Brockhagen.
  • Gegen den 48-jährigen Leiter der Kreissparkasse - Zweigestelle Brockhagen - hat die Staatsanwaltschaft Bielefeld ein Ermittlungsverfahren wegen Unterschlagung angestrengt. Der 48-jährige hat inzwischen gestanden, innerhalb der vergangenen vier Jahre 270.000 DM unterschlagen zu haben.
  • Mit Verspätung wurde an der Grundschule Brockhagen ein 25-jähriges Jubiläum nachgeholt. Im Herbst 1960 wurden die Gebäude zwischen Körnerstraße und Kellerstraße bezogen. Zuvor waren die Kinder aus Brockhagen in vier alten ein- und zweizügigen Schulen untergebracht.
  • Termingerecht zum 1.7.1986 sind die 20 Wohnungen im neuen IMMO-Gebäude Am Markt bezugsfertig geworden.
  • Mitte des Monats wird auch die Commerzbank in das fertiggestellte Haus einziehen. Damit ist die Bebauung des Ortskerns komplett.
  • Ein neues Einkaufszentrum an der Mühlenstraße/Ecke Bahnhofstraße ist fertiggestellt worden. Große Bedeutung wird der Tatsache zugemessen, dass im neuen Hause Dr. Manfred Wuttke als Hals-, Nasen- und Ohrenarzt und Zahnarzt Dr. Hans-Dieter Schulz zur Verfügung stehen.
  • Die drei Weltmeisterschafts-Teilnehmer des Schwimmclubs Steinhagen/Amshausen mussten nach ihrer Rückkehr aus Tokio viele Hände schütteln. Nach ihren Erfolgen bei den Seniorenschwimmweltmeisterschaften wurden die drei Aktiven Annegret Völcker, Eriedel Aldenhoff und Dieter Strakerjahn im Rathaus empfangen.
  • Äußerst erfolgreich für alle Beteiligten war der Verlauf des Gespräches zwischen Arbeitgebern und Ausbildungsplatzsuchenden. Sechs Firmen Luden ebenso viel junge Leute waren in das Rathaus gekommen, um zu versuchen, Angebot und Nachfrage von Lehrstellen in Einklang zu bringen.
  • Die Asylantenflut ist auch für die Gemeinde Steinhagen zum Problem geworden. Die Aufnahmequote beträgt derzeit 130 %, in Zahlen ausgedrückt: Statt 80 Asylantenbewerber leben mittlerweile 104 Tamilen, Iraker, Iraner, Syrer und Pakistani in Wohnungen der Kreiswohnstättengenossenschaft in Steinhagen. In den mehrgeschossigen Häusern an der Schumann- und Brahmsstraße leben fast eben soviele Ausländer wie Deutsche. Unterschiedliche Lebensgewohnheiten machen das Zusammenleben nicht leicht.
  • Der Reinerlös des Kuchenstandes, den die Commerzbank anlässlich ihres Umzuges in die neuen Räumlichkeiten Am Pulverbach errichtet hatte, wurde dem Leiter des Matthias-Claudius-Hauses in Höhe von 731,96 DM überreicht. Es sollen u.a. die Bibliothek mit Großdruckbüchern ergänzt werden.
  • Trotz langer Suche ist noch kein Käufer für das alte Aldi-Gebäude an der Woerdener Straße gefunden worden. Vor einigen Tagen fand im Haller Amtsgericht eine Zwangsversteigerung des Gebäudes statt, bei der jedoch kein einziges Angebot abgegeben wurde.
  • Zu einem Erlebnis besonderer Art wurde für 22 Mitglieder des Steinhagener Heimatvereins deren Teilnahme am 86. Deutschen Wandertag in Koblenz. Höhepunkt für die Besucher aus Steinhagen war, dass sie bis zum Veranstaltungsort exakt 330,9 km mit dem Fahrrad zurückgelegt hatten.
  • Elf Spirituosenmarken der Brennerei König und Schlichte wurden von der Deutschen Landwirtschaftsgesellschaft prämiert. Sieben Getränke wurden dabei mit dem Silbernen DLG-Preis, vier mit dem Bronzenen DLG-Preis ausgezeichnet.
  • 20 Jahre ist es in diesem Sommer her, dass der damals 30-jährige Pastor Arnd Vetter die Pfarrstelle des Pfarrbezirkes 1 in Steinhagen übernahm, der den Ströhen, Teile von Obersteinhagen, die Upmanns-Siedlung und Teile der Ortsmitte umfasst. Rund 2.800 Gemeindeglieder zählen zu dem Pfarrbezirk.
  • Spiele zum Kennenlernen standen am ersten Ferienspieltag in den Steinhagener Ortsteilen Amshausen, Brockhagen und Steinhagen auf dem Programm, das mit rund 200 Kindern begangen. 75 Betreuerinnen und Betreuer helfen die Ferienspiele mitzugestalten.
  • Der erste Spatenstich für das künftige Domizil der Firma Sickmann-Metallbau wurde getan. Auf 400 m² Nutzfläche in der Bahnhofstraße werden sich Büro, Lager- und Ausstellungsräume präsentieren.
  • Die zwölf Grundstücke der 1981 in Konkurs gegangenen Möbelfabrik Mensching in der Quittenstraße sind verkauft. In der Zwangsversteigerung erteilte das Amtsgericht Halle einem Angebot von 1,2 Mio DM den Zuschlag. Neuer Eigentümer der Mensching-Grundstücke ist nun ein Steinhagener Kaufmann.
  • 1984 waren noch 4.758 Personen abhängig beschäftigt. Im Jahre 1985 nur noch 3.970. Das geht aus einer Übersicht des Landesamtes für Datenverarbeitung und Statistik hervor. 1979 waren noch 9,7 %, 1984 nur noch 8,9 % in der Bevölkerung in der Land- und Forstwirtschaft tätig.
  • Am Sonntag, 07.09.1986, feierte die „Landeskirchliche Gemeinschaft für entschiedenes Christentum“ ihr 40-jähriges Bestehen. Zu der evangelischen Gemeinschaft in Steinhagen gehören heute ein Freundeskreis, Jugendbund- und Jungschargruppen. Sie hat einen eigenen Chor und neben den Versammlungen werden regelmäßig Bibel- und Evangelisationsstunden abgehalten.
  • Es ward ernst mit dem Steinhagener „Großversuch-Komposttonne“. Seit gestern sind Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung und der Städtereinigung West im Testgebiet der Steinhagener Ortsmitte unterwegs und verteilen die neuen grünen Tonnen an die Anwohner.
  • Schlesische und Westfälische Spezialitäten werden seit einigen Tagen in der neu eröffneten Fleischerei Kietsch (bisher Cronsholl), Am Markt 13, täglich frisch angeboten.
  • Die Schallmauer ist durchbrochen: Die Gemeindebibliothek hat 1.000 Leser. Damit sind 10 % der Einwohner des Ortsteils Steinhagen Benutzer der Gemeindebibliothek, ein Spiegelbild des Besucherdurchschnittes in der Bundesrepublik.
  • Überwiegend positive Bilanz der jetzt offiziell beendeten Schwimmsaison: Etwa 38.500 Besucher haben in diesem Jahr die Tore des Waldbades passiert.
  • Udo Stölting ist vom Rat der Gemeinde zum neuen Schiedsmann gewählt worden. Er wird Nachfolger von Hans-Jürgen Lehmann, der sein Amt aus Altersgründen niederlegt.
  • Einstimmig hat der Rat der Gemeinde Brandmeister Rolf Volkmann zum neuen Leiter der Freiwilligen Eeuerwehr Steinhagen und Hauptbrandmeister Friedrich Plogmann zu seinem Stellvertreter gewählt. Volkmann löst Friedrich Tönjes ab, der zum 30.11.1986 aus Altersgründen aus dem aktiven Dienst scheidet.
  • Ein dicker Fisch für die Gemeinde Steinhagen: Die bisher im benachbarten Quelle ansässige Firma Elges will einen Großteil ihrer Produktion in das Gewerbegebiet an der Bielefelder Straße umsiedeln und dafür in den nächsten Jahren zwischen 35 bis 50 Mio. DM investieren.
  • Nach 30 Jahren im alten Fachwerkhaus Am Kirchplatz 2 hat die Drogerie Wolfgang Peter die Räume Am Kirchplatz 12 (bisher Büro und Technik Kurtze) bezogen.
  • „Die Situation der Asylbewerber in Steinhagen muss unbedingt verbessert werden“. Das ist die übereinstimmende Ansicht eines Kreises von Kommunalpolitikern, Kirchenvertretern und Mitgliedern verschiedener sozialer Einrichtungen. In einer Sitzung des Sozialausschusses verabschiedeten die Kommunalpolitiker einen Maßnahmenkatalog zur Lebenserleichterung der Asylanten.

November 1986

  • „Dieses Baumes Blatt, der von Osten meinem Garten anvertraut, gibt geheimen Sinn zu kosten, wie’s den Wissenden erbaut“ schrieb Goethe über einen ebenso eigentümlichen wie schönen Baum den Ginkgo. Zwei Exemplare dieses uralten fremdländischen Gehölzes stehen seit dem Wochenende vor dem Steinhagener Rathaus.
  • Der eherne Soldat am Kirchplatz konnte am 29.10. seinen 80. Geburtstag feiern. Am Sonntag, dem 28. Oktober 1906 wurde das Denkmal, das den Gefallenen der Kriege von 1815 und 1870/71 gewidmet ist, mit einem großen patriotischen Fest eingeweiht. Zeitgenossen berichten, dass es ein Fest gewesen sein muss, wie es Steinhagen nie zuvor erlebt hat.
  • Die Geschäftsstelle der Volksbank Halle an der Bahnhofstraße 111 ist in die Hand der Volksbank Steinhagen übergegangen. Die Vorstände beider Kreditinstitute Unterzeichneten den Vertrag, der die Schließung der Filiale zum 31. Dezember zur Folge haben wird. Die Kunden können wählen zwischen einer Übernahme durch die Steinhagener oder die Haller Bank.
  • Zwei der drei Kommunalpolitiker der Fraktion "Die Grünen" verabschieden sich aus der Ratsarbeit. Reinhard Kammei und Knut Bergner ziehen aus persönlichen und beruflichen Gründen aus Steinhagen fort. Sie erhielten Nachfolgerinnen. Die "Grünen" bilden jetzt eine reine Frauen-Fraktion im Rat.
  • Der Rückbau der Waldbadstraße bei gleichzeitiger Wohnumfeldverbesserung wird nach dem Subventionsergebnis 870.000 DM reine Baukosten verursachen. Hinzu kommen rund 50.000 DM für das Straßengrün.
  • Die Gemeinde Steinhagen kommt den "Häusle-Bauern" entgegen. Der aufgestellte Bebauungsplan Nr. 12 für das Gebiet zwischen Brockhagener Str., Raiffeisenstr. und Austmannshof lässt eines der attraktivsten Wohngebiete der Gemeinde entstehen.
  • Großes Lob für die Gemeinde Steinhagen: sie erhielt die Plakette für "Behindertengerechtes Bauen" vom VdK-Landesverband Nordrhein-Westfalen. Der stufenlose Eingang zum neuen Rathaus, automatische Türen im Haupteingang, ein behindertengerechter Aufzug, Behindertentoiletten und eine Hebebühne in der Bibliothek für Rollstuhlfahrer waren entscheidend für diese Auszeichnung.
  • Die Freiwillige Feuerwehr Steinhagen bekommt einen neuen Leiter. Oberbrandmeister Rolf Volkmann ist mit Wirkung vom 1. Dezember zum Leiter bestellt worden. Er löst den bisherigen Wehrführer Fritz Tönjes ab, der die Altersgrenze erreicht hat.
  • Das Rittergut Patthorst ziert den Steinhagener Wandteller 1986. Der Wandteller erscheint jedes Jahr zum Weihnachtsmarkt mit einem anderen Motiv aus der Umgebung Steinhagens. 1982 wurde ein Wandteller zum ersten Male angeboten.
  • Im Rahmen einer Feierstunde im Festsaale der Limburg-Halle in Genk überreichte der Ministerpräsident der flämischen Landesregierung im Hamen des belgischen Königs am 7. November dem Steinhagener Industriellen Hermann Hörmann die Ernennungsurkunde zum "Offizier des Ordens Leopold II." in Würdigung der fast 25-jährigen Verdienste um die flämische Wirtschaft.
  • Im Alter von 78 Jahren verstarb der ehemalige Steinhagener Brennerei-Besitzer Oskar Schulte. Er gründete 1955 unter seinem Namen eine Steinhäger- und Wacholderbrennerei mit dem Sitz in der Beerenstraße.
  • Mit der Einführung des Drei-Tüten-Systems, der getrennten Sammlung von Restwertstoffen, werden die Müllabfuhrgebühren steigen. Eine Erhöhung der Abgaben um 7,15 % die für die 35 L bis zu den 1.100 L Behältern gezahlt werden müssen, wird zum 1. Januar 1987 wirksam.
  • Eine zum Teil große Verschmutzung der Steinhagener Bachläufe stellt ein Gewässergutachten fest. Zu schnellen Sanierungsmaßnahmen raten die Gutachten vor allem an drei Stellen: der Johannisbach unterhalb des Gutes Friedrichsruh und der Abrooksbach unterhalb wie oberhalb der gemeindlichen Kläranlage.
  • Um 12.41 Uhr läutete Schirmherr und Landrat Fritz Ostmeyer am 28. November den 12. Steinhagener Weihnachtsmarkt ein.
  • Die Gemeindeverwaltung stellt in den nächsten Tagen weitere Altpapier- und Glascontainer auf. Die Container schlucken auch gebrauchte Batterien, die sonst nur auf dem Bauhof abgegeben werden konnten.
  • Nach einer jahrelangen Wachstumsphase musste die Steinhagener Volksbank 1985 erstmals Einbußen in der Gesamtbilanz hinnehmen. Mit den Bilanzeinbußen ist auch eine geringere Rendite, 8 % statt 10 % wie im Vorjahr, für die Mitglieder der Bank verbunden.

Dezember 1986

  • Im Alter von 63 Jahren starb am 3. Dezember das Ratsmitglied Rolf Heitland. Der ehemalige technische Direktor der Steinhagener Brennerei H.C. König war Vorsitzender des Werkausschusses des Rates der Gemeinde.
  • Die Gemeinde unterstützt den Bau eines Hauses im westfälischen Kinderdorf in Effiduasi-Oyoko (Ghana) mit 10.000 DM. Sie folgt damit dem Vorschlag des Bürgerkomitees in Steinhagen und Woerden, auf der Basis der bestehenden Städtepartnerschaft ein gemeinsames Entwicklungshilfeprojekt zu fördern.
  • Kommt auch in Steinhagen die ökologisch sinnvolle Energieversorgung durch Kraft-Wärme-Kopplung? Diese Frage wurde im Werkausschuss des Rates der Gemeinde erörtert. Die Stadt Lemgo hat Erfahrung, wie eine Kleinstadt mit bei der Stromversorgung nebenbei anfallenden Abwärme ein Fernwärmenetz betreiben kann.
  • Bürgermeister Consbruch und Gemeindedirektor Goldbeck legten den Grundstein für das 1,2 Millionen DM-Bauwerk des Gerätehauses des Löschzuges Brockhagen der Freiwilligen Feuerwehr Steinhagen. Das Betonfundament für das auf 650 m² entstehende zweistöckige Gebäude wurde inzwischen gegossen.
  • Der eingetragene Verein "Kulturwerk Steinhagen" agiert weiter auf solidem finanziellen Boden. Während der Mitgliederversammlung wurde mitgeteilt, man habe einen Überschuss von 13.868,90 DM erwirtschaftet. Die Gemeinde unterstützt den Verein jährlich mit einem Betrag von 55.000 DM.
  • Die Bielefelder Firma Elges kommt nach Steinhagen. Die Gemeindeverwaltung erhielt jetzt die feste Zusage der Firma Elges, 130.000 m2 Fläche zwischen der Bundesbahnlinie und der geplanten A 33-Trasse zu kaufen und dort den Bielefelder Betrieb auszuweiten.
  • "Wenn alles planmäßig und ohne Komplikationen verläuft, kann das 6,1 km lange Teilstück der A 33 auf Steinhagener Gebiet bereits 1992 für den Verkehr freigegeben werden", äußerte der Leiter des Landesstraßenneubauamtes Detmold im Rahmen einer Einwohnerversammlung in der Aula des Schulzentrums .
  • Bürgermeister Consbruch sprach aus Anlass des Richtfestes am entstehenden Bürgerzentrum an der "Alten Kirchstraße 4". Wenn alles glatt geht, soll das renovierte Fachwerkhaus im Herbst nächsten Jahres übergeben werden.
  • Hohen Besuch hatte das Steinhagener "Haus der Jugend". Die Vizepräsidentin der Bundesanstalt für Arbeit war zu Gast. Sie besichtigte die Holzwerkstatt, ein Arbeitslosenprojekt, das sowohl allgemeine Bildung als auch Tischlerarbeiten für arbeitslose Jugendliche und Erwachsene bis 25 Jahre umfasst.
  • Nach den bisherigen guten Erfahrungen im Testgebiet wird vom kommenden Jahr an das Drei-Tüten-System auf die gesamte Gemeinde ausgedehnt. Als einzige Gemeinde im Kreise Gütersloh und der weiteren Umgebung verfügt damit Steinhagen über diese äußerst umweltschonende Entsorgung des täglichen Abfalls.
  • Das vor allem in der Nacht zum 31. Dezember immer noch weiter steigende Hochwasser hielt die Feuerwehr und die Bauhofmitarbeiter in Trab. Vor allem in Brockhagen waren die Bachläufe fast zu Flüssen und Wildwassern geworden, die Wiesen und Äcker unter Wasser setzten.
  • Neueröffnung von Sickmann-Bauelemente. Auf 220 m² Verkaufsfläche wird dem Kunden ein vielseitiges Angebot unterbreitet. Fenster, Türen, Markisen, Überdachungen, Schlüsseldienst bilden das Hauptsortiment. Das Geschäft war von der Bahnhofstraße 120 zum Hause Alte Kirchstraße 8 in die Ortsmitte verlegt worden.
  • Wegen Unterschlagung und Veruntreuung fremder Gelder ist dem Innenrevisor in der Volksbank Steinhagen fristlos gekündigt worden. Ihm wird vorgeworfen, 128.000 DM des Vereins zur Förderung der Landeskultur in Steinhagen beiseite geschafft zu haben.

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