Heimatverein Steinhagen e.V.

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Heimatverein Steinhagen e. V.
Petra Holländer
Udo Waschkowitz
Reichenberger Straße 23
33803 Steinhagen

Tel: 05204 4236
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Gemeindechronik Steinhagen 1989

1988 | zurück | 1990

Januar 1989

  • Die Geburtsstunde der Volksbank Steinhagen schlug vor 100 Jahren. Zur „Constituierung“ des Vereins unterschrieben die 74 Gründungsmitglieder in schwungvollen Schriftzeichen, allen voran Rudolf Schlichte, gefolgt von weiteren klangvollen Namen. Die Urkunde weist als Datum den „6ten Januar 1889“ aus. Als damals das erste Genossenschaftsgesetz in Kraft trat, gründeten die rund 6 Dutzend Bürger aus Steinhagen und den umliegenden Dörfern den „Steinhäger Spar- und Darlehnskassenverein“.
  • „Man darf den Kopf nicht hängen lassen“, dieser Leitspruch begleitet Maria Kranzmann. Am 15.Januar 1989 wurde die älteste Bürgerin des Kreises Gütersloh in Hause Haller Str. 38 nunmehr 104 Jahre alt.
  • „Wenn Gott das Haus nicht baut, dann arbeiten umsonst, die daran bauen“. Mit diesem Bibelwort deutete Pastor Luckau die Wertstellung der Kindertagesstätte „Arche Noah“ an der Mozartstraße, deren Grundsteinlegung am 28. Januar 1989 stattfand. Wenn das Wetter günstig bleibt, kann die neue Tageseinrichtung für Kinder nach den Sommerferien eingeweiht werden.

Februar 1989

  • Jubiläumssitzung des Elferrates des Bundes der Vertriebenen in Steinhagen. Zum 25. Male wurde das bewährte Karnevalsprogramm von dem Sitzungspräsidenten Dieter Eckert in der Aula des Schulzentrums geleitet.
  • Auf ein erfolgreiches erstes Jahr in neuen Räumen blickten die Mitarbeiter der Steinhagener Kleiderstube am Markt zurück. Am Ausgabetag kamen bis zu 70 Leute, die sich mit gebrauchten Kleidungsstücken neu einkleiden wollten. Die Bekleidungsstücke werden an sozial schwache Einwohner ausgegeben.
  • Die Meinungen um das künftige Aussehen des Ortsteiles Brockhagen gehen auseinander. Planer Franz Pieper erläuterte die Entwürfe des westfälischen Baupflegeamtes und unterbreitete Vorschläge, wie die von allen gewünschte „Dörfliche Atmosphäre“ wieder hergestellt werden könnte. Es wurden unterschiedliche Meinungen vor allem bei dem Thema Verkehrsberuhigung laut. „Jetzt liege es an den Politikern, die Anregungen der Bürger umzusetzen“.
  • Mit ordnungsbehördlicher Verordnung hat jetzt der Regierungspräsident in Detmold das Gebiet „Ströher Wiesen/Deterings Wiesen“ als Naturschutzgebiet festgelegt. Das Gebiet liegt in einem feuchten Teilsandgebiet der Steinhagener Lehmplatten. Die feuchten bis nassen, meist nährstoffarmen Gley- und Anmoor-Gleyböden sind ausgesprochene Grünland-Standorte für stark gefährdete Pflanzengesellschaften.

März 1989

  • Wegen Schwerpunktstreiks in der Druckindustrie erschienen am 7. März 1989 die Tageszeitungen am Orte nur als Notausgaben mit verändertem und vereinfachtem Erscheinungsbild.
  • Der neue Vorsitzende des CDU-Gemeindeverbandes Steinhagen heißt Harald Schroeder. Die Mitgliederversammlung wählte ihn am 7. März 1989 zum Nachfolger von Ulrich Huck, der aus gesundheitlichen Gründen auf eine erneute Kandidatur verzichtete.
  • Die in den 70er Jahren im Obergeschoss des Schulzentrums eingebauten- Deckenplatten enthalten Asbest. Der Werkstoff gilt heute allgemein als krebserregend. Um dem Problem zu begegnen und eine Gesundheitsgefährdung der Schüler und Lehrer auszuschließen, hat die Gemeinde einen Gutachter herangezogen, um sich über notwendige Konsequenzen zu informieren.
  • Wilde Johannis- und Schneebeeren, Efeu und Mahonien wurden an der Lärmschutzwand entlang der Bundesstraße 68 gepflanzt. Von dieser Maßnahme versprechen sich die Planer neben der Verschönerung auch das Ergebnis, daß diese Pflanzen den Verkehrslärm „mitschlucken“.
  • Vor 80 Jahren gründeten 40 Bürger der Landgemeinde Brockhagen die Freiwillige Feuerwehr. Das Gründungsprotokoll vom 21. März 1909 weist aus, dass der Feuerwehrhauptmann und Tischlermeister Wilhelm Beckmann an die Spitze der ehrenamtlichen Helfer gewählt wurden.
  • Großeinsatz für die Steinhagener Feuerwehr: Schäden in 6stelliger Höhe entstanden in der Nacht zum Ostermontag bei- einem Brand in einem Acht-Familienhaus in der Fliederstraße.

April 1989

  • So schön wie einst soll der traditionelle Dorfmarkt Brockhagen wieder werden. Das wünschen sich jene, die das schon tot gesagte Kirmesvergnügen wieder aufleben lassen wollen. Initiatorin Ursula Brenker hat es mit Hilfe von Vereinsvertretern, Geschäftsleuten und Unterstützung der Gemeinde Steinhagen geschafft, Schausteller und Musikgruppen in das dreitägige Fest einzubinden.
  • Susanne Niemann heißt die neue Organistin und Frauenchorleiterin der evangelischen Kirchengemeinde Amshausen.
  • Zu verstärktem gemeinsamen Bemühen forderte Kreisheimatpfleger Schürmann die Delegierten der 29 Heimatvereine auf, die am 15. April 1989 erstmals seit 1978 zum Kreisheimattag wieder nach Steinhagen gekommen waren. Sie sollen verstärkt ihren Beitrag zu einer besseren Darstellung der vielfältigen Geschichte, Kultur und landschaftlichen Schönheit des Kreises Gütersloh leisten.
  • Einen Beschluss von Bedeutung fassten die Mitglieder des Kulturausschusses des Rates: Brockhagens künftige öffentliche Begegnungsstätte erhält ihrer früheren Nutzung entsprechend offiziell den historisch gewachsenen Namen „Alte Dorfschule“.
  • Ein weiterer Schritt auf dem Wege der Verständigung zwischen Steinhagen und seiner italienischen Partnerschaftsstadt Fivizzano ist mit dem Besuch von 39 Schülern aus Fivizzano getan worden. Vertieft werden soll diese Freundschaft neben dem Schüleraustausch auch auf kultureller Ebene. Darüber waren sich die Vertreter der Gemeinde Steinhagen und der Leiter der italienischen Gruppe, Professor Angelo Cardone, bei der Verabschiedung der Schüler einig.
  • Alle deutschsprachigen Bücher von Astrid Lindgren und Erich Kästner werden von Steinhagen aus in die ganze Welt geschickt. Die Umsiedlung des Verlagsauslieferers Runge aus dem benachbarten Bielefeld nach Steinhagen hat das erfreuliche Ergebnis, dass zum Beispiel „Pippi Langstrumpf“ ihren Weg aus dem modernen Hochregallager an der Bergstraße 2 über die Buchhändler in die Hand jugendlicher Leseratten antritt.
  • Ganz schlicht liefen die Feierlichkeiten zum 25. Geburtstag des Johannes-Busch-Hauses an der Waldbadstraße ab. Seit einem Vierteljahrhundert ist das Haus Gemeindemittelpunkt des nördlichen Teiles der evangelischen Kirchengemeinde Steinhagen. Bei der Jubiläumsfeier übernahm es der Sohn des Mannes, der dem Hause seinen Namen gab, auf die Arbeit und das Leben seines Vaters einzugehen. Sohn Johannes Busch ist Leiter der Bethel-Anstalten.
  • Friedrich Kreft, Vorstandsvorsitzender der Volksbank Steinhagen, hat mit Wirkung zum 30. April 1989 diese Tätigkeit niedergelegt. Der 58jährige Bankdirektor trat auf Anraten seiner Ärzte in den Ruhestand. Am 1. April gehörte er 20 Jahre dem genossenschaftlichen Unternehmen in Steinhagen in leitender Funktion an.

Mai 1989

  • Oberkreisdirektor Kozlowski war am 22. Mai nach seiner Amtseinführung zum ersten offiziellen Besuch in Steinhagen. Im Mittelpunkt der Gespräche mit Vertretern der Gemeinde Steinhagen stand der Umweltschutz und die wirtschaftliche Entwicklung.
  • An der dritten Steinhagener Gewerbeschau vom 25. bis 28. Mai beteiligten sich rund 60 Aussteller auf Zelt- und Freiflächen im Steinhagener Ortskern. Eingeschlossen waren die zweiten Steinhagener Umwelttage. Auf 150 m² waren Dauerausstellungen unter dem Motto „Umweltschutz ist die Summe vieler kleiner Beiträge“ untergebracht.

Juni 1989

  • Mit der Übergabe des Banners wurde am 2. Juni das 13. Gauturnfest in Steinhagen eröffnet. Vertreter der Stadt Bad Oeynhausen, 1986 Ausrichter des Turnfestes, brachten die Gau-Standarte offiziell nach Steinhagen und gaben damit den Startschuss für das dreitägige Turnerfest. Über 1400 Teilnehmer im Alter zwischen 12 und 80 Jahren trugen am Wochenende ihre Wettkämpfe in Steinhagens Sportstätten aus. Die Turnabteilung der Sportvereinigung Steinhagen war für das Turnfest organisatorisch verantwortlich.
  • Der Rat der Gemeinde korrigierte sein „Nein“ zur Bundesautobahn A33. In namentlicher Abstimmung kippten die Ratsmitglieder in ihrer Sitzung am 15. Juni 1989 mit einer Stimme Mehrheit den Beschluss vom 19. Dezember 1984 gegen den Autobahnbau, ohne einen neuen Beschluss zu fassen. Die Äußerung eines Ratsmitgliedes: „Ich will dafür sorgen, dass der Rat in einen beschlossenen Zustand gerät, um die Diskussion zu versachlichen.“
  • Am 18. Juni verabschiedete sich der Pfarrvikar Theo Engels nach 4-jähriger Tätigkeit von der katholischen Kirchengemeinde St. Hedwig in Steinhagen. Er übernimmt eine Pfarrei in Paderborn-Sande.

Juli 1989

  • Auch dieser Sommer hatte wieder seine Rekorde: das Waldbad, am 15. Mai offiziell eröffnet, zählte bis zum 7. Juli schon 26.000 Badegäste. Ein solcher Hochbetrieb war letztmalig 1985 zu verzeichnen.
  • Als das Programm zur „Förderung des Mietwohnungsbaus in Steinhagen“ vor wenigen Monaten vom Rat der Gemeinde gestartet wurde, gab es Stimmen, denen die veranschlagte Summe von 300.000 DM zu hoch erschien. Mittlerweile hat die Gemeinde schon Darlehen in Gesamthöhe von 555.000 DM vergeben, und weitere Anträge liegen vor. Insgesamt 30 Wohneinheiten, von der Mietwohnung bis zum Eigenheim wurden bislang damit gefördert, um der Wohnungsnot zu begegnen.
  • Die Ferienspiele sind eröffnet. Wie in jedem Jahr verschönert die Gemeinde Steinhagen allen daheim gebliebenen Kindern die Zeit zwischen den Schuljahren. An 5 Spielorten starteten 25 Betreuer mit ihren Schützlingen in die 14-tägige Freizeitsaison. Die Federführung hat Norbert Thumel.
  • Flachs kommt auch aus Steinhagen. Immer mehr Bauern sehen den Flachsanbau nicht nur als Alternative zum Getreideanbau. Im Kreise Gütersloh gehört Burghard Stüssel zu den Flachs-Pionieren. In diesem Jahr hat er seinen Flachsanbau auf 4 ha ausgedehnt.
  • Der Schulpavillon an der Grundschule Amshausen wird so schnell wie möglich zu einer öffentlichen Wohnunterkunft umgebaut. Diesen Dringlichkeitsbeschluss fassten die Mitglieder des Sozialausschusses des Rates. Maximal 24 Personen haben darin Platz, die als Aussiedler aus der UdSSR oder Polen wegen der Wohnungsnot vorübergehend untergebracht werden müssen.
  • Im Alter von 50 Jahren starb am 25. Juli das Ratsmitglied Walter Tarner (SPD). Herr Tarner gehörte dem Rat der Gemeinde seit 1984 an. Als Nachfolgerin rückt Frau Heike Kunter in den Rat ein.

August 1989

  • Der TSV Amshausen weihte am 5. August sein Vereinsheim ein. Die Sportler haben in Eigenhilfe in einjähriger Bauzeit ein Haus errichtet, das schöner und größer geworden ist als das alte Heim. Bei rund 5.000 Stunden Eigenhilfsarbeit stellt das Haus einen Wert von 800.000 DM einschließlich Einrichtung dar. Die Gemeinde Steinhagen hat einen Zuschuss von 375.000 DM geleistet.
  • Die „Arche Noah“ ist fertiggestellt. Mit einem Festgottesdienst am 13. August erfolgte die Übergabe des 1,35 Mio DM-Neubaues an die 70 Kinder und 8 Erzieherinnen. Nur 7 Monate brauchten die heimischen Handwerker, um die Kindertageseinrichtung, konzipiert in der Form eines „Zirkuszeltes“, zu errichten.
  • Janusz Hachula, der neue Pfarrer der katholischen Kirchengemeinde St. Hedwig, wurde am 13. August in einem Festhochamt seiner Gemeinde vorgestellt. Geboren wurde Janusz Hachula 1950 als Sohn deutscher Eltern in Kattowitz/Oberschlesien.
  • Die Brockhagener haben ihre Begegnungsstätte „Alte Dorfschule“ schon jetzt fest in ihr Herz geschlossen. Bereits am Tage der Einweihung (19. August) war das Haus mit Leben erfüllt. Kultusminister Schwier, Bürgermeister Consbruch und Gemeindedirektor Goldbeck wiesen auf den großen Wert des Hauses hin. Es bleibe weiterhin als eine Schule in Funktion. „Die Bürger kommen auch jetzt noch, um zu lernen - um zu lernen, demokratisch miteinander auszukommen“. In der neuen Begegnungsstätte ist auch wieder die Zweigstelle Brockhagen der Gemeindebibliothek Steinhagen untergebracht, die nach gründlicher Überholung und Neuausstattung ebenfalls eingeweiht wurde.
  • Ergebnis der Schulausschusssitzung am 23. August 1989: 5.5 Millionen DM müssen dafür ausgegeben werden, dass das Dach des Schulzentrums erneuert und die asbesthaltigen und zu beseitigenden Deckenplatten mit einem Höchstaufwand an Sicherheit ausgewechselt werden. Der finanzielle Aufwand muß über drei Jahre verteilt werden. 2 Millionen DM stehen bereits im Haushaltsplan 1989, weitere 2.5 Millionen DM sind 1990 und eine weitere Million DM sind 1991 auf zubringen.
  • Einstimmig verabschiedete der Tiefbauausschuss des Rates die neue Gebührensatzung für die Entsorgung von Fäkalschlamm. Grundstückseigentümer, die ihre Privatentwässerungsanlage oder ihre Klein-Kläranlagen jetzt zwingend säubern lassen müssen, weil sie nicht an die öffentliche Kläranlage angeschlossen werden können, bezahlen künftig 24,40 DM pro m³ abgesaugten Fäkalschlamms. Mit der Abfuhr hat die Gemeinde einen privaten Abfuhrunternehmer beauftragt.
  • „Jeder Mensch ein Schwimmer, jeder Schwimmer ein Rettungsschwimmer“, mit diesem Wunsche gründeten 8 Steinhagener vor 40 Jahren die Ortsgruppe Steinhagen der „Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG)“. Um diesem Jubiläum entsprechend festlichen Rahmen zu verleihen, fanden sich am 26. August 1989 DLRG-Mitglieder und geladene Gäste im Rathaus ein. Grußwort, Ehrungen und ein kammermusikalisches Programm formten den Festakt.
  • Mit einer musikalischen Reise „Vom Kattegat bis zum Lago Maggiore“ nahmen die diesjährigen Steinhagener Kulturtage ihren Ausklang. Die Tage waren besonders auf die ältere Generation zugeschnitten.
  • Der Europagedanke stand im Vordergrund. Während dieser Tage wurde auch an zwei historische Daten erinnert: die 200ste Jährung der französischen Revolution und der Erklärung der Menschenrechte und an den Ausbruch des 2. Weltkrieges vor 50 Jahren.

September 1989

  • Der Schwimmclub Steinhagen-Amshausen feierte am 2. September sein 40-jähriges Bestehen. Zahlreiche Steinhagener standen dem Vereinsgründer Ernst Völcker 1949 zur Seite, als er den Wunsch äußerte, Schwimmsport nach Steinhagen zu bringen. Der Festakt zum 4o-jährigen Bestehen des Schwimmclubs fand im Rathaus Steinhagen statt.
  • Die Fronten von Befürwortern und Gegnern des Autobahnbaues bleiben weiterhin erstarrt. Mit dem erwarteten Ergebnis, einer Fortsetzung des beschlusslosen Zustandes zum Thema „Bau der A33“, endete die lebhafte Diskussion dieses Punktes bei der letzten regulären Sitzung des Rates der Gemeinde in der Wahlperiode 1984/89 vor der Kommunalwahl.
  • Der UWG-Antrag, den zügigen Weiterbau der A33 gegenüber der Baubehörde zu fordern, fand nicht die erforderliche Mehrheit. Ebenfalls nicht die erforderliche Zustimmung des Rates fand ein Antrag der SPD-Fraktion, vor einer Entscheidung für oder gegen den Bau der A33 das Planfeststellungsverfahren abzuwarten.
  • Die einst blühende Spirituosenindustrie in Steinhagen kämpft ums Überleben. Die traditionsreiche Firma Jückemöller schließt zum 1. Oktober 1989 ihre Pforten, die Firma war 1897 von Fritz Jückemöller gegründet worden.
  • Am 27. September eröffnete das Kulturwerk Steinhagen e.V. mit Werken von Mozart, van Beethoven und Schubert die Spielzeit 1989/90. Wolfgang Kaiser (Klavier) und das Brandis-Quartett gestalteten das ansprechende Programm.

Oktober 1989

  • Die große Umwälzung in Steinhagen blieb aus. Das ist kurz gefasst das Ergebnis der Kommunalwahl am 1. Oktober 1989 in Steinhagen. Keine Partei konnte die Zahl ihrer Ratsmandate erhöhen. SPD (37,57 %; 1984: 37,23 %) und CDU (37,01 %; 1984: 37,73 %) entsenden jeweils 15, die Unabhängige Wählergemeinschaft (12,76 %; 1984: 11,48 $) entsendet 4, die „Grünen“ (7,73 %; 1984: 8,5 % 3 und die F.D.P. (5,27 %; 1984: 5,06 %) 2 Mitglieder in den neu gewählten Rat der Gemeinde.

November 1989

  • Für die Mitglieder des Heimatvereins Steinhagen endete das Wanderjahr 1989 mit der Abschlußwanderung, der Etappe von Jöllenbeck bis Steinhagen auf dem Wappenweg. Dreiunddreißig Heimatvereinsmitglieder, die alle Etappen auf dem Niedersachsenweg im Laufe eines Jahres zurückgelegt hatten, wurden mit Urkunden und Wegeabzeichen ausgestattet.
  • Der langjährige Vorsitzende des Heimkehrerverbandes und ehrenamtliche Schiedsmann Hansjürgen Lehmann erhielt das ihm vom Bundespräsidenten verliehene Bundesverdienstkreuz am Bande. Im Rahmen einer kleinen Feierstunde im Sitzungssaal des Rathauses wurden die Verdienste des 76-jährigen Rentners gewürdigt.
  • Der Verein für Deutsche Schäferhunde, Ortsgruppe Steinhagen, feierte das 40-jährige Bestehen seines Vereins. Vierzig Mitglieder mit 50 Hunden gehören der Gruppe an, die sich in regelmäßigen Abständen auf dem Übungsplatz an der Brake treffen.
  • Die Öffnung der deutsch-deutschen Grenze seit dem 9. November ist auch für Steinhagen nicht ohne Auswirkung geblieben. So kamen seit jenem historischen Donnerstag 67 Bürger aus der im politischen Umbruch befindlichen DDR in das Rathaus der Gemeinde Steinhagen, um sich ihr obligatorisches „Besuchergeld“ in harter West-Mark abzuholen. Die Verwaltung fuhr bereits vergangenen Sonntag eine „Sonderschicht“, um den Menschen aus dem anderen Teil Deutschlands gerecht zu werden.
  • Im neuen Glanz erstrahlt das Ehrenmal in Amshausen. Als nicht mehr erhaltehswürdig war das alte Ehrenmal an der früheren Schule Amshausen (jetzt Berghotel Dröge) vom Denkmalschutzamt angesehen worden. Für den Heimatverein Amshausen war das Grund genug, eines der letzten Relikte der alten Gemeinde Amshausen aus dem Denkmalschutz herausnehmen zu lassen und es in Eigenhilfe zu restaurieren. Das Gebilde aus Fels- und Naturstein konnte rechtzeitig zum Volkstrauertag in seiner früheren Form wiederhergestellt werden.
  • Mit der Erweiterung seiner Vermittlungsstelle in Steinhagen hat jetzt das Fernmeldeamt 1 Bielefeld der Deutschen Bundespost begonnen. Für 1,78 Mio. Deutsche Mark wird an das bestehende Gebäude an der Bahnhofstraße angebaut. Profitieren davon sollen Steinhagens Telefonkunden.
  • Seit dem 23. November gibt es in Steinhagen offiziell die „Rathausstraße“. Die Mitglieder des Hauptausschusses sprachen sich einstimmig für die Umbenennung jenes Teilstückes der Straße „Am Pulverbach“ aus, das zum Feuerwehr-Gerätehaus abzweigt.

Dezember 1989

  • Noch im Dezember wird die Gemeinde Steinhagen das Obergeschoß des Feuerwehr-Gerätehauses in Brockhagen als Notunterkunft für Aus- und Übersiedler in Beschlag nehmen. Weitere öffentliche Gebäude werden in Kürze folgen müssen, weil der Zustrom aus Osteuropa und der Deutschen Demokratischen Republik nicht abreißt.
  • Der Männerchor Amshausen verpflichtete einen neuen Dirigenten. Karl-Otto Huebler ist der neue Chorleiter des Männerchores Amshausen. Günter Pleitner, bisher in diesem Amt tätig, kann aus beruflichen Gründen die Arbeit nicht mehr fortführen.
  • Mit einem Appell an alle Bürger, in Zeiten des politischen Umbruchs in Europa und in Deutschland auch den Gemeinsinn vor Ort zu pflegen und den Aus- und Übersiedlern zu helfen, wo immer es nötig ist, wurde der 15. Steinhagener Weihnachtsmarkt eröffnet.
  • 120 von 122 abgegebenen Stimmen entfielen auf die stellvertretende Landrätin des Kreises Gütersloh, Frau Ursula Bolte aus Steinhagen. Somit steht erstmals in der Geschichte der Landschaftsversammlung Westfalen-Lippe, dem Westfalenparlament, eine Frau als Vorsitzende an der Spitze.

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